Das Land Baden-Württemberg übernimmt die Baulastträgerschaft für drei Radschnellwege.
Das Land Baden-Württemberg übernimmt die Baulastträgerschaft für drei Radschnellwege. | Foto: dpa

Pilotprojekt auch in Mannheim

Baden-Württemberg baut drei Radschnellwege

Das Land macht Ernst bezüglich der Umsetzung von Radschnellwegen im Südwesten: Das Verkehrsministerium teilte mit, bei drei Strecken erstmals als Bauherr einzusteigen – die Region Karlsruhe geht jedoch leer aus.

Vielmehr sollen die Routen zwischen Heidelberg und Mannheim, Heilbronn und Bad Wimpfen sowie Esslingen und Stuttgart finanziert werden. „Mit den drei Leuchtturmprojekten übernimmt das Land die Verantwortung für die Umsetzung der Strecken und dokumentiert damit die Bedeutung der Radschnellverbindungen für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).

Für die Regionen rund um Mannheim und Stuttgart erwarte sein Ministerium „ein großes Potential zur Entlastung des hoch belasteten Straßennetzes vom Kfz-Verkehr“, wie eine Sprecherin erklärte. Wann genau die Arbeiten beginnen sollen, sei aber noch nicht klar.

Verband: Gleiches Recht für alle Radschnellwege

In Karlsruhe ist der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) für die geplanten Radschnellwege verantwortlich. RVMO-Direktor Gerd Hager begrüßte Hermanns Entscheidung, verlangte aber gleiches Recht für alle: „Wir fordern, dass das Land auch für die anderen Radschnellwege die Baulastträgerschaft übernimmt. Nicht das Bauen eines Weges ist teuer, sondern das Unterhalten.“

Radschnellwege sollen eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Auto werden.
Radschnellwege sollen eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem Auto werden. | Foto: dpa

Der RVMO hat beim Regierungspräsidium Karlsruhe drei Strecken zur Prüfung auf finanzielle Unterstützung angemeldet: Ettlingen und Bruchsal, Leopoldshafen und Bühl sowie Pfinztal und Wörth – jeweils mit der Fächerstadt im Zentrum.

„Wir warten auf den Förderbescheid für die Machbarkeitsstudie, der nach unserer Kenntnis unmittelbar bevorsteht“, erklärte Hager. Im Falle einer Förderbarkeit stünde die genaue Streckenführung im Fokus. „Wir müssen den Naturschutz und die Anliegen der Radfahrer unter einen Hut bekommen“, sagte der RVMO-Direktor.

In Baden-Württemberg sollen bis 2025 insgesamt zehn Radschnellwege gebaut werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

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