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Bund fördert Digitalisierung

Auch Züge am Bahnknoten sollen digitale Technik bekommen

Digitale Bahnen könnte den Zugverkehr verbessern. Sie sollen jetzt erstmals in Stuttgart realisiert werden. Hierzu stellt der Bund bis zu 200 Millionen Euro für das Projekt Stuttgart 21 in Aussicht.

Der digitale Zugverkehr verspricht mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit für Reisende. Unser Bild ist ein Symbol. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Am geplanten ersten digitalisierten Bahnknoten Deutschlands in Stuttgart sollen nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums auch Züge mit digitaler Sicherungstechnik fahren. Ein entsprechendes Förderprogramm mit einem Volumen von bis zu 200 Millionen Euro kündigte Minister Andreas Scheuer am Freitag an. S-Bahnen sowie Regional- und Fernverkehrszüge, die am „Digitalen Knoten Stuttgart“ fahren, sollen mit dem Geld mit Komponenten des Europäischen Zugsicherungssystems, dem European Rail Traffic Management System (ERTMS), sowie des automatisierten Bahnbetriebs Automatic Train Operation (ATO) ausgerüstet werden.

„Nicht nur die Schiene, auch die Züge werden digital“, erklärte Andreas Scheuer. Bahnfahrer könnten damit künftig zuverlässiger, pünktlicher und noch klima- sowie umweltfreundlicher unterwegs sein. Digitale Infrastruktur und Züge gehörten zusammen, betonte auch Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. „Mit der heutigen Förderungszusage stärkt der Bund die digitale Schiene Deutschland enorm“, sagte er.

Das Modellvorhaben soll unter anderem zeigen, wie Züge effektiv digitalisiert werden können und wie sich die Kapazität im Netz steigern lässt, wenn sowohl die Züge als auch die Infrastruktur mit digitaler Sicherungstechnik ausgestattet sind. Die Region Stuttgart soll im Zuge des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 bis Ende 2025 zum ersten digitalisierten Bahnknoten in Deutschland gemacht werden. Das war bereits vergangenen Sommer beschlossen worden. Die Bahn rechnet dafür mit Investitionen in Höhe von 462,5 Millionen Euro.

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