Skip to main content

Wegen Corona

Waldbronner Extremsportler Norman Bücher muss Lauf um die Welt unterbrechen

Der Waldbronner Extremläufer Norman Bücher ist für sein Projekt bereits über 3.000 Kilometer gelaufen. Doch seinen Plan, Stimmen von Jugendlichen aus aller Welt zu sammeln, muss er wegen der Corona-Pandemie vorerst aussetzen.

Hier geht es erst mal nicht weiter: Der Waldbronner Norman Bücher muss seinen Lauf um die Welt erst einmal aussetzen. Foto: Foto Fabry

Norman Bücher möchte die Erfahrungen von Jugendlichen aus sieben Kontinenten hören. Am liebsten möchte der Waldbronner Extremläufer auf seiner Welttour so viele Gespräche wie nur möglich führen. Sein Problem: Genau das ist in Corona-Zeiten nicht angesagt. Und so wird Bücher bei seinem Projekt „7 Continents“ eingebremst.

Ursprünglich wollte er auf sieben Kontinenten Stimmen sammeln. Wie äußern sich Jugendliche zu den Themen Angst, Glück oder Zukunft? Über 7.300 Stimmen hat Bücher in 13 Ländern bereits gesammelt.

Im Frühjahr kehrte er aus Asien zurück und dort wollte er am 15. November seine Tour fortsetzen – über Vietnam, Kambodscha, Thailand und Laos. Nun gibt er bekannt, dass die Tour wegen der Corona-Pandemie zumindest verschoben wird: „Die Gesundheit meiner Familie und die der Mitschenschen hat absolute Priorität, eine andere Entscheidung kam für mich nicht in Frage.“

1.200-Kilometer-Lauf mit einem Ziehwagen

Lange habe er noch gehofft, sagt Bücher. Doch schon die Einreise nach Vietnam wäre schwierig geworden, geschweigedenn die Fortbewegung vor Ort und der Besuch von Schulen. Die 1.200 Kilometer Strecke, die Bücher dabei mit einem Ziehwagen laufen wollte, gerät ohnehin da in den Hintergrund. „Es geht mir mehr um den Kontakt mit den jungen Menschen“, betont Bücher.

Für die Fortsetzung seiner Asien-Etappe peilt er das kommende Frühjahr an. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt er. „Ich hoffe, dass es weitergehen kann.“

UN-Vollversammlung in New York ist das Ziel

Durch die Corona-Pandemie kann es aber auch gut sein, dass Bücher sein Projekt im kommenden Jahr noch länger aussetzen muss. Eventuell müsse er dann seinen Zeitplan überdenken, räumt er ein. Schließlich war es bislang sein erklärtes Ziel, die Stimmen der Jugendlichen bei der UN-Vollversammlung in New York 2024 einzubringen. Ob er bis dahin die geplanten 20.000 Kilometer erlaufen hat, wäre bei einer längeren Pause fraglich. „Es steht noch in den Sternen“, sagt Bücher.

Doch die Zeit möchte er in jedem Fall nutzen. In den vergangenen Wochen habe er intensiv an zwei Buchprojekten gearbeitet, in denen er seine Europa-Etappe verarbeitet. Dabei war er über 2.300 Kilometer unter anderem durch Deutschland, Österreich, Serbien und die Türkei gelaufen. „Die bisherigen Stimmen der Jugendlichen werden in ein paar Wochen präsentiert“, verspricht er.

nach oben Zurück zum Seitenanfang