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Überblick

Wie viele Menschen haben schon eine Corona-Impfung erhalten?

Seit Ende des vergangenen Jahres laufen die ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Doch der Impfstoff bleibt knapp. Auf unserer Karte sehen Sie, wie viele Menschen in Baden-Württemberg und den anderen Bundesländern bereits eine Impfung erhalten haben.

Wie viele Menschen haben in meinem Bundesland bereits eine Corona-Impfung erhalten? Unsere Karte bietet den Überblick. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nur ein Teil der bereits ausgelieferten Impfdosen ist in den Bundesländern bislang verabreicht worden. Ein Großteil lagerte lange Zeit tief gekühlt und bewacht in Depots. Damit sollte sichergestellt werden, dass genügend Dosen für die Zweitimpfungen verfügbar sind. Denn alle drei bisher zugelassenen Impfstoffe müssen im Abstand von mehreren Wochen zweimal verabreicht werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten.

Angesichts der schleppenden Entwicklung der Impfungen haben sich Bund und Länder auf eine Änderungen geeinigt: Die Länder sollen nicht länger Impfdosen für die zweite Impfung zurückhalten, sondern so viele Menschen wie möglich impfen - im Vertrauen darauf, dass rechtzeitig Nachschub zur Verfügung steht.

Damit eine Herdenimmunität eintritt, also die Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann und auch Menschen geschützt sind, die (noch) nicht geimpft sind, müssten nach Schätzungen der Bundesregierung rund 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität gegen das Coronavirus entwickeln.

Millionen Impfungen allein in Baden-Württemberg

Das heißt: Allein in Baden-Württemberg müssten zwischen 6,6 Millionen und 7,7 Millionen Menschen geimpft werden. Zwar sind auch Menschen, die eine Infektion durchgemacht haben, eine Zeit lang immun. Wie lange, ist aber unklar.

In dieser Grafik sehen Sie, wie hoch der Anteil der bereits Geimpften in Baden-Württemberg ist:

Wie hoch diese Impfquote in den einzelnen Bundesländern ist und wie Baden-Württemberg im Ländervergleich abschneidet, sehen Sie auf dieser Karte:

Bereits mit der Erstimpfung entwickeln rund die Hälfte der Geimpften einen ausreichenden Impfschutz.

Wie hoch der Anteil der Menschen an der Bevölkerung ist, die die erste Impfung erhalten haben, sehen Sie hier:

Da der Impfstoff knapp ist, hat die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts zu Beginn der Impfkampagne drei Priorisierungsgruppen definiert. Diese sollen zunächst bevorzugt geimpft werden. Dazu gehören etwa Pflegeheimbewohner, medizinisches Personal oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen.

Nach der weitgehenden Durchimpfung dieser Gruppen und der Aussicht auf eine zunehmende Verfügbarkeit der Impfstoffe haben Bund und Länder schrittweise weitere Bevölkerungsgruppen für eine Impfung zugelassen. Mittlerweile gibt es Forderungen, diese Beschränkungen ganz aufzuheben und Impfungen für alle möglich zu machen.

Gegenwärtig werden aber noch ältere Menschen bevorzugt geimpft. Ab 19. April können sich in Baden-Württemberg alle Über-60-Jährigen um einen Termin zum Impfen bemühen. Die Priorisierung auf bestimmte Risikogruppen gilt dann nur noch für Menschen unter 60 Jahren.

Wie hoch die Impfquoten in der Altersgruppe bis 60 Jahre und bei Menschen über 60 sind, sehen Sie hier:

Am Tempo der Impfkampagne in Deutschland hat es in den vergangenen Wochen immer wieder scharfe Kritik gegeben. Vor allem Israel wird von Kritikern der deutschen Impfkampagne als Musterbeispiel für gut organisierte Impfungen genannt. Dort konnte wegen des raschen Impftempos bereit Ende Februar etwas Normalität einkehren. Kultureinrichtungen, Fitnessstudios und Schwimmbäder öffneten wieder für Geimpfte.

Ein höheres Tempo beim Impfen sollen hierzulande die Hausarztpraxen bringen. Seit 7. April dürfen auch die Kassenärzte vor Ort impfen - etwa in Bretten oder Karlsruhe. Noch aber ist die Zahl der Impfdosen, die die Mediziner vor Ort erhalten, viel geringer als die Nachfrage. Privatpraxen erhalten überhaupt noch keinen Impfstoff.

Wie viele Impfungen bislang bei Hausärzten verabreicht wurden, sehen Sie hier:

Immer wieder gibt es Kritik daran, dass die Impfzentren nicht ausgelastet seien und eigentlich viel mehr Impfungen verabreicht werden könnten. Hier sehen Sie, wie viele Impfdosen von den zugelassenen Impfstoffen nach Baden-Württemberg geliefert wurden.

Wie viele Impfungen in Baden-Württemberg pro Tag vorgenommen werden, sehen Sie in dieser Grafik. Sonntags werden keine Daten an das RKI gemeldet.

Als erster Impfstoff wurde „Comirnaty“ der deutschen Firma Biontech am 21. Dezember 2020 in der Europäischen Union zugelassen. Am 6. Januar gab die EU grünes Licht für den Impfstoff des US-Unternehmens Moderna. Seit 29. Januar ist AZD1222 von Astrazeneca in der EU zugelassen. Dieser wurde zwischenzeitlich nicht mehr verabreicht, da es Anhaltspunkte dafür gab, dass dieser Impfstoff in Einzelfällen das Risiko von Blutgerinnseln und Thrombosen steigern könnte.

Seit 19. März darf der Astrazeneca-Impfstoff wieder verabreicht werden. Seit Ende März gilt für diesen Impfstoff jedoch eine Einschränkung. Auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission einigten sich Bund und Länder, den Impfstoff nur noch Über-60-Jährigen zu verabreichen. Jüngere sollen überwiegend den Impfstoff von Biontech erhalten. Zuvor waren weitere Fälle seltener, aber schwerwiegender Nebenwirkungen nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt geworden.

Seit 12. März ist zudem der Impfstoff des Pharmaunternehmens Johnson & Johnson in der EU zugelassen. Dieser bietet im Vergleich zu den anderen Impfstoffen einen wichtigen Vorteil: Es reicht bereits eine Spritze aus, um sich damit gegen das Coronavirus zu schützen. Nachdem es aber auch hier Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen gegeben hat, ist eine Lieferung des Impfstoffes nach Europa zunächst verschoben worden.

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