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Überblick

Wie viele Menschen haben schon eine Corona-Impfung erhalten?

Seit Ende des vergangenen Jahres laufen die ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Auf unseren Karten sehen Sie, wie viele Menschen in Baden-Württemberg und den anderen Bundesländern bereits eine Impfung erhalten haben.

Wie viele Menschen haben in meinem Bundesland bereits eine Corona-Impfung erhalten? Unsere Karte bietet den Überblick. Foto: BNN

Damit eine Herdenimmunität eintritt, also die Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann und auch Menschen geschützt sind, die (noch) nicht geimpft sind, müssten nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts etwa 90 Prozent der über 60-Jährigen und 85 Prozent der 18 bis 59-Jährigen eine Immunität gegen das Coronavirus entwickeln.

Das heißt: Allein in Baden-Württemberg müssten etwa acht bis neun Millionen Menschen geimpft werden. Zwar sind auch Menschen, die eine Infektion durchgemacht haben, eine Zeit lang immun. Wie lange, ist aber unklar.

Ebenfalls noch nicht abschließend geklärt ist, ob vollständig Geimpfte das Coronavirus weiter übertragen können. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass das Übertragungsrisiko geringer ist als bei symptomlosen Personen mit einem negativen Antigen­schnelltest. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung Anfang Mai Lockerungen für Geimpfte und Genesene beschlossen.

Damit ein vollständiger Impfschutz besteht, sind bei drei der vier bisher in der EU zugelassenen Impfstoffe zwei Impfdosen nötig. Diese werden im Abstand von mehreren Wochen verabreicht. Beim Impfstoff Janssen von Janssen-Cilag und Johnson & Johnson reicht eine Dosis aus. In dieser Grafik sehen Sie, wie hoch der Anteil der bereits Geimpften in Baden-Württemberg ist:

Bereits mit der Erstdosis der Impfstoffe von Biontech, Moderna oder Astrazeneca entwickeln rund die Hälfte der Geimpften einen ausreichenden Impfschutz. Wie hoch die Impfquote in den einzelnen Bundesländern ist und wie Baden-Württemberg im Ländervergleich abschneidet, sehen Sie auf dieser Karte:

Impfpriorisierung seit 7. Juni aufgehoben

Angesichts steigender Impfquoten in diesen Alters- und Risikogruppen haben Bund und Länder die zunächst geltende Priorisierung alter und kranker Menschen Stück für Stück auf weitere Personengruppen ausgedehnt. Seit dem 7. Juni ist die Priorisierung komplett aufgehoben. Impfen lassen kann sich dann jeder, der einen Termin erhält - auch Jugendliche ab 12 Jahren.

Einer Einschätzung des Robert-Koch-Instituts zufolge bilden die gemeldeten Impfquoten aber nur einen Teil der Realität ab. Mehrere Überlegungen legten nahe, dass die Meldungen im sogenannten Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) die Impfquoten vermutlich unterschätzen, geht aus einem RKI-Report vom Dienstag hervor. Vor allem unter jungen Erwachsenen und Erwachsenen im mittleren Alter könnten demnach schon mehr Menschen eine erste Impfung erhalten haben als offiziell verzeichnet.

Am Tempo der Impfkampagne in Deutschland hat es in den ersten Monaten seit Impfstart immer wieder scharfe Kritik gegeben. Seit dem 7. April dürfen auch niedergelassene Ärzte impfen - seitdem hat sich das Tempo zeitweise deutlich erhöht.

Mit der fortschreitenden Durchimpfung der Bevölkerung und sinkenden Inzidenzen macht sich jedoch eine Impfmüdigkeit breit. Immer häufiger kann verfügbarer Impfstoff mangels Nachfrage nicht verabreicht werden. In den Impfzentren wird daher mittlerweile auch ohne Termin geimpft, zudem gibt es zunehmend niederschwellige Impfaktionen, etwa vor Supermärkten oder Restaurants.

Hier sehen Sie, wie viele Impfdosen von den Herstellern der zugelassenen Impfstoffe nach Baden-Württemberg geliefert wurden und wie hoch der Anteil ist, der verabreicht wurde.

Wie viele Impfungen in Baden-Württemberg im Zeitverlauf vorgenommen werden, sehen Sie in dieser Grafik. Am Wochenende veröffentlicht das RKI keine Daten.

Als erster Impfstoff wurde „Comirnaty“ der deutschen Firma Biontech am 21. Dezember 2020 in der Europäischen Union zugelassen. Am 6. Januar gab die EU grünes Licht für den Impfstoff des US-Unternehmens Moderna. Seit 29. Januar ist AZD1222 von Astrazeneca in der EU zugelassen. Dieser wurde zwischenzeitlich nicht mehr verabreicht, da es Anhaltspunkte dafür gab, dass dieser Impfstoff in Einzelfällen das Risiko von Blutgerinnseln und Thrombosen steigern könnte.

Impfstoff von Astrazeneca und Johnson & Johnson für Ältere empfohlen

Seit 19. März darf der Astrazeneca-Impfstoff wieder verabreicht werden. Seit Ende März gilt für diesen Impfstoff jedoch eine Einschränkung. Auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission einigten sich Bund und Länder, den Impfstoff nur noch Über-60-Jährigen zu verabreichen.

Jüngere sollen überwiegend den Impfstoff von Biontech erhalten. Zuvor waren weitere Fälle seltener, aber schwerwiegender Nebenwirkungen nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekannt geworden.

Seit 12. März ist zudem der Impfstoff des Pharmaunternehmens Johnson & Johnson in der EU zugelassen. Dieser bietet im Vergleich zu den anderen Impfstoffen einen wichtigen Vorteil: Es reicht bereits eine Spritze aus, um sich damit gegen das Coronavirus zu schützen.

In Baden-Württemberg wird der Impfstoff seit 6. Mai verabreicht. Nachdem es aber auch hier Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen gegeben hat, ist dieser Impfstoff ebenfalls nur für Personen über 60 Jahren empfohlen.

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