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Unbürokratische Lösung oder Missbrauch?

Der Enkel-Trick für „Impf-Drängler“: Debatte um Corona-Impfung für pflegende Angehörige

Manche Impfwillige, die sich brav anstellen, schäumen vor Wut: Dass sich häuslich pflegende Angehörige oder enge Kontaktpersonen relativ leicht für eine Corona-Schutzimpfung anmelden können, öffnet aus ihrer Sicht dem Missbrauch Tür und Tor. Das Sozialministerium appelliert an die Solidarität der Menschen.

Helfende Angehörige sind wichtige Stützen für Pflegepatienten. Deshalb dürfen sie sich auch impfen lassen. Allerdings ist kaum zu kontrollieren, ob die Impfwilligen auch tatsächlich bei der Pflege helfen oder engen Kontakt zu den Senioren halten. Foto: Christophe Gateau picture alliance/dpa

Wie machen die Leute das nur? Sie pflegen ihre schwerkranken Eltern – obwohl sie einen Vollzeit-Job und Kinder haben oder sogar ein eigenes Unternehmen leiten? Solche Gedanken macht sich dieser Tage verblüfft mancher vorschriftentreue Bürger.

Denn es fällt häufiger dieser Satz: „Wir haben einen Impftermin. Weil wir doch unsere Mutter pflegen.“ Manchmal ist es auch die Oma, der Vater oder Opa. Allerdings – manche der „pflegebedürftigen“ Senioren sind in Wahrheit noch so munter, dass sie selbst einkaufen gehen können.

Und manche echten Pflegefälle sehen ihre Kinder oder Enkel, die sich als „pflegende Angehörige“ oder „enge Kontaktperson“ impfen lassen, nur gelegentlich an Feiertagen. „Unfassbar“ finden das Außenstehende, die bereits vom „Enkel-Trick beim Impfen“ sprechen und die Gerechtigkeitsdebatte führen.

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