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Interaktive Karte

Corona-Infektionszahlen: Drohen in Ihrem Landkreis neue Beschränkungen?

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt – und damit könnten wieder regionale Beschränkungen eingeführt werden, wenn der Grenzwert überschritten wird. Die aktuelle Lage für Baden-Württemberg im Überblick.

In welchen Landkreisen ist die Corona-Lage kritisch? Unsere interaktive Grafik zeigt es. Foto: ©Feydzhet Shabanov – stock.adobe.com/Bodamer/BNN

Nach der starken Ausbreitung des Coronavirus im März und April – unter anderem nach Masseninfektionen bei Müller-Fleisch in Pforzheim – hatte sich die Lage in der Region seit Mai für lange Zeit beruhigt. Die Zahl der Neuinfektionen ging zurück und stabilisierte sich auf einem niedrigen Niveau.

Doch seit dem Sommer sind wieder steigende Infektionszahlen zu beobachten. Bereits Ende Juli äußerte sich Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), besorgt über die Entwicklung. Auch der Ärzteverband Marburger Bund ging Anfang August davon aus, dass Deutschland bereits von einer zweiten Welle erfasst worden sei. Damals lag die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen noch unter 1000.

Im Herbst hat sich das Bild nun noch einmal dramatisch gewandelt. Am Donnerstag, 8. Oktober, stiegen die ans RKI gemeldeten Neuinfektionen sprunghaft über die Marke von 4000 - so viele, wie zuletzt im April.

7-Tage-Inzidenz: Dieser Grenzwert ist entscheidend

Daher rückt der Grenzwert von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner nun wieder stärker in den Fokus. Auf diesen hatten sich Bund und Länder im Mai geeinigt, um das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben wieder in Gang zu bringen – mit einer Notbremse als Absicherung.

Heißt: Überschreitet ein Stadt- oder Landkreis die Marke von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner in einem Zeitraum von 7 Tagen, müssen die Behörden Maßnahmen ergreifen. Als erster Landkreis im Südwesten durchbrach am 7. Oktober Esslingen diese Marke.

Die aktuelle Lage in allen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs sehen Sie in unserer täglich automatisch aktualisierten Karte. Mit einem Klick auf Ihren Landkreis erhalten Sie detaillierte Informationen.

Bereits ab 35 Fällen wird die Lage als „kritisch” eingestuft, dabei handelt es sich also um eine Vorwarnstufe. Erstmals seit dem Abflauen der Infektionen im Südwesten überschritt der Stadtkreis Heilbronn am 24. August diese kritische Marke (38.9 Infektionen je 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen). Seither überschritten weitere Landkreise zeitweise diese Vorwarnstufe.

Für Karlsruhe gelten andere Alarmschwellen

Stadt- und Landkreis Karlsruhe wollen dagegen schon bei einer 7-Tage-Inzidenz von 20 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergreifen. Das hatten Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup und Landrat Christoph Schnaudigel Anfang Juni angekündigt.

Je nachdem, wie lokal begrenzt ein Ausbruch ist, können sich die Maßnahmen der Behörden auf einzelne Einrichtungen, beispielsweise Pflegeheime oder Betriebe, beschränken. Sie können aber auch allgemeine Einschränkungen wie Schulschließungen oder Mobilitätsbeschränkungen umfassen, wenn die Infektionsketten unklar sind. Die Maßnahmen müssen aufrechterhalten werden, bis der Grenzwert mindestens 7 Tage lang unterschritten wird.

In unserer automatisch aktualisierten Tabelle können Sie gezielt nach einzelnen Landkreisen suchen.

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