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Häufiger PCR-Test nötig

Zahl der Corona-Intensivpatienten nimmt zu: Was ändert sich, wenn die Warnstufe eintritt?

Viel hängt von der Situation auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg ab. Nimmt dort die Zahl der Corona-Patienten weiter zu, dann könnte bald die Warnstufe greifen. Dies hätte in vielen Lebensbereichen Auswirkungen.

Bislang gilt in Discos 3G, wobei nur ein PCR-Test akzeptiert wird. Sollte demnächst die Warnstufe gelten, dann dürften nur noch Genesene und Geimpfte in die Discotheken. Foto: Felix Kästle/dpa

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen steigt. Bald könnte die 250er-Marke erreicht sein.

Wenn der Wert an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen diese Marke erreicht oder überschreitet, gilt in Baden-Württemberg nicht mehr die Corona Basisstufe, sondern die sogenannte Warnstufe. Das ist wohl schon ab Freitag der Fall.

BNN-Redakteur Dirk Neubauer erklärt, was das für Folgen hat.

Was will die Landesregierung mit ihrer Stufenregelung erreichen?

Ihr geht es vor allem darum, dass es nicht zu einer Überlastung des Gesundheitssystems infolge von Corona-Erkrankungen kommt. Seit Mitte September gilt daher ein dreistufiges System mit Basis-, Warn- und Alarmstufe.

Was in Baden-Württemberg bei der Corona-Warnstufe passiert

Wie wird die Lage aktuell vom baden-württembergischen Gesundheitsministerium eingeschätzt?

Es ist eine sehr dynamische Situation.
Gesundheitsministerium Baden-Württemberg

Es handele sich „um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation“, heißt es aus dem Ministerium, das sich dabei auf das Robert Koch-Institut bezieht. Wer nicht vollständig geimpft ist, für den sei die Gefährdung hoch. „Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt“, so das Ministerium weiter. Das könne sich aber kurzfristig ändern.

Was ist, wenn die Warnstufe erreicht wird, weil zum Beispiel die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschritten hat?

Das kommt auf den Lebensbereich an. Bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (wie Theater, Oper, Konzert) können Veranstalter weiterhin auf 3G (geimpft, genesen, getestet) setzen. Dann darf aber als Testnachweis nur noch ein PCR-Test akzeptiert werden.

Das gilt so auch für Galerien, Museen, Bibliotheken, Messen und Ausstellungen, Freizeiteinrichtungen wie Erlebnisparks, Bäder, Saunen — und beim Sport in geschlossenen Räumen. PCR-Tests sind viel genauer, aber im Allgemeinen auch erheblich teurer als Schnelltests.

Und in den Schulen?

Hier greift eine besondere Verordnung des Kultusministeriums. Seit 18. Oktober gilt der Wegfall der Maskenpflicht am Platz im Klassenzimmer. Diese wird aber wieder eingeführt, wenn in der Klasse oder Betreuungsgruppe eine Infektion auftritt. Außerdem, wenn das Land die Corona-Alarmstufe feststellt. Dafür müsste – ein Kriterium – aber beispielsweise die Zahl der von Corona-Patienten belegten Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 390 erreichen oder überschreiten.

Beschränkung für Personenanzahl bei privaten Treffen bei Warnstufe

Zurück zur möglichen möglichen Warnstufe. Was gilt dann für private Treffen und Veranstaltungen wie Hochzeits- und Geburtstagsfeiern?

In der aktuellen Basisstufe gibt es ja keine Beschränkung der Personenzahl. In der Warnstufe sind ein Haushalt und fünf weitere Personen erlaubt. Geimpfte, Genesene, Personen unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden nicht mitgezählt.

Und in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn?

Hier bleibt auch in Warn- und Alarmstufe die Maskenpflicht.

Was muss der Einzelhandel fürchten?

In der Basis- und Warnstufe sind Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht verpflichtend. Erst ab der Alarmstufe greift die 3G-Regel, dann würde also wieder am Eingang kontrolliert.

Ab der Warnstufe gilt in Innenräumen 3G – Ungeimpfte nur mit PCR-Test

Wie sieht es mit Restaurants und Kneipen aus?

In der Warnstufe gilt in geschlossenen Räumen 3G, wobei als Testnachweis nur nach dem PCR-Verfahren durchgeführte Tests akzeptiert werden. Im Freien gilt dann 3G, auch mit einfacherer Testmethode.

Jugendliche und junge Erwachsene litten besonders unter dem Lockdown. Dürfen sie bei der Warnstufe weiterhin in die Disco?

Nur, wenn sie geimpft oder genesen sind. Bislang wird der Zutritt auch mit einem PCR-Test erlaubt.

Wie geht es bei Sport im Freien, etwa Fußballspielen, weiter?

Wenn die Warnstufe greift, gilt bei Sportstätten im Freien die 3G-Regel. Entsprechend müsste also kontrolliert werden.

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