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Viele Unfälle auf glatten Straßen

Der Winter kommt pünktlich und könnte auch noch eine Weile bleiben

Ganz genau zum meteorologischen Winteranfang hat es in der Region geschneit. Glatte Straßen sorgten für einige Unfälle. Der BNN-Wetterexperte erklärt, wie es diese Woche weitergeht.

Nahe des Mummelsees hat die weiße Pracht die Schwarzwaldhochstraße in ein Winter-Wonderland verwandelt. Foto: Benedikt Spether

Dieser Wintereinbruch hätte pünktlicher nicht kommen können – und er bleibt der Region auch noch einige Zeit erhalten: In der Nacht zu Dienstag hat es in Baden-Württemberg vielerorts geschneit, ganz besonders im Höhengebiet des Schwarzwalds. Nicht nur dort waren zudem die Straßen glatt.

Der Schnee bleibe in Lagen ab 400, 500 Metern wohl noch etwas liegen, darunter werde es eher Schneematsch, sagt BNN-Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterdienst Q.Met. Während die Temperaturen in den Höhenlagen am Dienstag zwischen null und fünf Grad, in der Ebene eher bei fünf Grad lagen, ist diese Spannweite auch noch für die übrige Woche vorhergesagt. „Eine Erwärmung ist nicht in Sicht, es bleibt noch eine ganze Weile nasskalt“, so Jung.

Auf dem Kalender ist noch Herbst

„Der Winter ist am 1. Dezember sehr pünktlich gestartet, denn an dem Tag beginnt er tatsächlich auch meteorologisch. Kalendarisch sind wir dagegen noch bis zum 21. Dezember im Herbst“, sagt der Experte weiter.

Nachdem beispielsweise die erste Novemberhälfte mit bis zu 20 Grad extrem warm war, bewege das Wetter sich jetzt wieder in einem für diese Jahreszeit normalen Bereich. „Ich würde sagen, wir sind standesgemäß gestartet, nachdem der vergangene Winter ein regelrechter Reinfall war“, sagt Dominik Jung: Schon jetzt sei mehr Schnee gefallen als es an manchen Orten im ganzen Jahr 2019 der Fall gewesen sei.

Vom aktuellen Wintereinbruch wurden manche offenbar überrascht: So hatten am Dienstagmorgen beispielsweise mehrere Lastwagenfahrer Schwierigkeiten, als sie kurz oberhalb der Schwarzwaldgemeinde Seebach bergaufwärts unterwegs waren und auf der glatten Fahrbahn nicht weiterkamen.

Auch die Polizei hatte an diesem ersten Wintertag einiges zu tun: Der Schneefall sorgte für viele Unfälle und Verkehrsbehinderungen. An mehreren Orten kamen Fahrzeuge von den glatten Straßen ab, viele der betroffenen Fahrer waren dabei mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs, teilen die Polizeipräsidien mit.

Lastwagen kamen ins Rutschen

So prallte beispielsweise eine Autofahrerin, die bei Stutensee im Landkreis Karlsruhe zu schnell unterwegs war, gegen einen Baum, während bei Bad Peterstal-Griesbach im Ortenaukreis ein Lastwagen derart ins Schlingern kam, dass der mit Ziegelsteinen beladene Anhänger umkippte. In Bühlertal im Landkreis Rastatt rutschte eine Frau mit ihrem Auto rückwärts einen zwei Meter tiefen Hang hinunter und musste befreit werden.

Mehr als 20 Unfälle auf winterlichen Straßen zählte derweil das Polizeipräsidium Pforzheim: Unter anderem musste bei Mühlacker ein Linienbus geborgen werden, der von der Fahrbahn abgekommen und in einer Hecke gelandet war, und bei Heimsheim im Enzkreis überschlug sich auf der Autobahn 8 ein Autofahrer mit seinem Wagen.

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