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Anstehende Tarifrunde mit IG Metall

Designierter Gesamtmetall-Präsident fordert Nullrunde – zeigt sich aber offen für Vier-Tage-Woche

Vor der anstehenden Tarifrunde hat sich der designierte neue Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, gegen Lohnerhöhungen in der Metall- und Elektroindustrie ausgesprochen.

„Maßhalten angesagt“: Am Donnerstag berät die IG Metall über die Lage der Metall- und Eletrobranche. Im Bild das Werk der Gaggenauer Firma König Metall in Bad Rotenfels. Foto: Hans-Jürgen Collet

Der designierte neue Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, sieht keinen Spielraum für Lohnerhöhungen in der Metall- und Elektroindustrie. „Es ist absolutes Maßhalten angesagt“, sagte der Vorsitzende der baden-württembergischen Metallarbeitgeber (Südwestmetall) dem „Handelsblatt“ vor der anstehenden Tarifrunde. „Wir sollten beim Grundentgelt nicht mehr draufsatteln und an anderer Stelle entlasten, zum Beispiel bei Sonderzahlungen oder bei Zuschlägen.“

Am Donnerstag beraten die Tarifkommissionen der IG Metall über die Lage der Branche mit ihren rund 3,9 Millionen Beschäftigten und mögliche Tarifforderungen. Der im März vereinbarte Corona-Tarifvertrag, der keine Tabellenerhöhung vorsah, läuft zum Jahresende aus.

Wolf, der im November zum Nachfolger von Rainer Dulger an die Gesamtmetall-Spitze gewählt werden soll, sieht die von IG-Metall-Chef Jörg Hofmann vorgeschlagene Vier-Tage-Woche durchaus als „Option“. Allerdings nur, „solange sie ohne Lohnausgleich stattfindet und die Arbeitskosten sich nicht weiter verteuern“, sagte Wolf, der auch Vorstandschef des Autozulieferers ElringKlinger ist.

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