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Trotz negativem Corona-Test

Familie aus Zeutern vier Wochen in Corona-Quarantäne: „Da beginnt der Irrsinn“

Fast vier Wochen lang muss ein Elternpaar aus Zeutern in Quarantäne das Familienleben meistern, weil ihr achtjähriger Sohn an Corona erkrankt war. Für das autistische Kind ist die Situation besonders schlimm. Der Karlsruher Gesundheitsamtsleiter erklärt, warum die Quarantäne in diesem Fall dennoch unausweichlich ist.

Auch ein negativer Corona-Test beendet die Quarantäne nicht, wie der Leiter des Karlsruher Gesundheitsamtes erklärt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

Wenn Florian aus dem Hof ging, konnte er lange nur nach rechts gehen. Links war tabu. Für den Achtjährigen gab es nur rechts herum oder wieder zurück in den Hof, in den gesicherten Bereich. Florian ist ein autistisches Kind. Er braucht seinen regelmäßigen Ablauf, um nicht unruhig zu werden.

Knapp vier Wochen lang wird Florian sein Haus in Zeutern nicht verlassen, er verbringt die Zeit mit seinen Eltern und seiner fünfjährigen Schwester in Quarantäne. Das hat mit seiner Corona-Infizierung zu tun, mit seinem Autismus, letztlich auch mit den geltenden Auflagen – vor allem aber ist es für die Familie eine immense Belastung.

Die Hälfte der vier Wochen hat die Familie hinter sich. Florians Vater Bernd Brodhäcker fehlt die Vorstellungskraft, wie sie die restlichen zwei Wochen meistern sollen. „Das Schwierigste ist es, die Kinder in den vier Wänden zu halten“, sagt Brodhäcker.

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