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Reisetipps - ein Tag, ein Ziel

Freiburg: die grüne Metropole im Breisgau

24 in unter 3: Die gleichnamige BNN-Serie stellt einige der schönsten Städte Deutschlands vor. Dieses Mal geht es in nach Freiburg im Breisgau. Die grüne Metropole im Süden Baden-Württembergs wird in diesem Jahr 900 Jahre alt

Zu Füßen des Münsters: Das Gotteshaus prägt die Silhouette der Stadt an der Dreisam. Foto: FWTM

24 Stunden in einer Stadt, die von unserer Region aus in weniger als drei Stunden zu erreichen ist – das ist die Idee hinter der BNN-Serie „24 in unter 3“. Heute geht es in den Süden Baden-Württembergs, in die Dreisamstadt Freiburg. 2020 feierte die Stadt ihren 900. Geburtstag.

900 Jahre alt und doch unverschämt jung: Wer durch Freiburg wandert, merkt sogleich, dass er in einer äußerst lebenslustigen, quirligen Studentenstadt gelandet ist, wo es an jeder Ecke hippe Straßencafés mit kleinen Preisen und alternative Kultur für Aufgeschlossene gibt.

Nahe der Unibibliothek mit ihrer außergewöhnlichen Fassade herrscht zu jeder Jahreszeit Wohnzimmeratmosphäre und Lebensfreude - fast wie in Bella Italia.

2020 war ein besonderes Jahr für die Freiburger. Nicht nur, weil sich ihr heiß geliebter FC ziemlich wacker in der Bundesliga schlug, sondern weil die Stadt ihren 900. Geburtstag feierte. Die Mini-Metropole an der Dreisam, die lange zu den Habsburger Landen gehörte und erst 1806 zum Großherzogtum Baden kam, ist eine der lebenswertesten Städte Baden-Württembergs – mit dem Schwarzwald im Rücken, dem Kaiserstuhl um die Ecke und Frankreich vor der Tür.

Grüner Lebensstil mit Häusern, die sich zur Sonne drehen, sowie autofreie Stadtviertel sind in Freiburg Pflicht. Die Musterstadt Vauban gibt sich so öko, dass es schon vorgekommen sein soll, dass asiatische Touristen staunend bei Wohnungsbesitzern in der Küche standen. Hier ist Energiesparen keine Last, sondern eine Herausforderung für die Bewohner.

9 Uhr: Schlemmen zum Frühstück

Es ist die Genussoase in der Freiburger Innenstadt - das Cafe Journal. Seit über 40 Jahren ist das Café und Bistro ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, die sich mit Kaffeespezialitäten und köstlichen hausgemachten Kuchen verwöhnen lassen. Das große Frühstücksangebot lässt sich extralang von 8 bis 14 Uhr genießen. Das Schlemmerfrühstück für zwei Personen ersetzt mühelos ein Mittagessen.

Café Journal, Universitätsstraße 3; geöffnet montags von 8 bis 19 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 8 bis 23 Uhr, freitags und samstags von 8 bis 24 Uhr, sonntags von 8 bis 19 Uhr.

Klein-Venedig an der Dreisam: Die beiden pittoresken Gassen Gerberau und Fischerau verlaufen parallel zueinander. Foto: wit



10 Uhr: Hinauf zum Schlossberg

Der 456 Meter hohe Schlossberg ist ein echter Lieblingsort der Freiburger. Denn von dort hat man den schönsten Blick auf die Altstadt, auf Bächle, Gässle und die Stände zu Füßen des Münsters. Wo einst eine monumentale Festung stand, mit der das Dreisamtal und der Rhein kontrolliert wurde, erhebt sich seit 2002 der Schlossbergturm. 185 Stufen sind es nach ganz oben. Der Lohn für den schweißtreibenden Aufstieg: der schönste Blick ganz Freiburgs.

Der Schlossbergturm ist frei zugänglich und hat immer geöffnet.

Blick Richtung Schwarzwald: Die Freiburger lieben ihren Schlossberg. Hier kann man herrlich wandern. Foto: wit



13 Uhr: Global speisen

Lust auf brasilianisches Hühnchen? Auf persisches Fesenjan? Oder soll es doch italienische Pasta sein? In der Markthalle, einem denkmalgeschützten Sandsteingebäude in der Nähe des Breisacher Tors gibt es Köstlichkeiten aus Asien, Lateinamerika, Europa und dem Orient. In dieser Institution, wo sich die Freiburger zu einem schnellen Mittagessen treffen, gibt es an den Wochenenden auch Live-Musik.

Markthalle, Grünwälderstraße 4. Montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags und samstags 8 bis 18 Uhr. Sonntags und an Feiertagen geschlossen.

15 Uhr: Münster-Geheimnisse

Münsterbaumeister Joseph kennt ihn bestens, seinen Dom. Regelmäßig geht er mit Touristen auf Entdeckungsreise zum Freiburger Wahrzeichen, erzählt Geschichten von Beinhäusern, Friedhöfen und bizarren Wasserspeiern. Historix-Tours hat sich auf solch unterhaltsame Stadtführungen mit Schauspielern spezialisiert. Wer um 15 Uhr keine Zeit hat: Es gibt auch grausige Ghost-Walks in der Dunkelheit.

Erwachsene zahlen 9,50 Euro, ermäßigt 8,50 Euro.

17 Uhr: Blick in die Zukunft

Freiburg ist grün, nicht nur wegen seiner Lage zu Füßen des Schwarzwaldes. Das zeigt sich in der Solarsiedlung, wo bunte Fassaden und Fotovoltaikanlagen das Bild bestimmen. Der Gewerbeblock und die Reihenhäuser am Rande des Stadtviertels Vauban erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen und sind ein Beispiel dafür, wie urban Ökobauweise sein kann.

Sonnenschiff Solarsiedlung Freiburg, Merzhauser Straße 183, zu erreichen mit der Stadtbahnlinie 3.

18 Uhr: Sun-Downer mit Münsterblick

Die Terrasse des Skajo ist einer der schönsten Orte für ein Glas Wein oder einen Cocktail. Im fünften Stock gelegen reicht der 360-Grad-Rundumblick vom Schlossberg bis zu den Vogesen. Nachmittags ist die Rooftop-Bar der ideale Platz für einen Kaffee, doch wenn der Tag zu Ende geht und Lichter das nahe Münster einhüllen, ist der Aufenthalt nochmals so schön.

Skajo, Kaiser-Joseph-Straße 192, montags bis donnerstags 11 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 11 bis 24 Uhr, sonntags 13 bis 21 Uhr.

20 Uhr: Auf zum „Inselhopf“

Beim Bierbrauen zuschauen und die badische Küche genießen: Das kann man in der Hausbrauerei Feierling. Im Sommer lockt der Biergarten, in den kälteren Monaten nimmt man auf drei Etagen rund um die imposanten Braukessel Platz. Die flüssige Spezialität namens „Inselhopf“ ist ein frisches Vollbier, das naturtrüb ausgeschenkt wird. Hausbrauerei Feierling, Gerberau 46, Öffnungszeiten,montags bis donnerstags sowie sonntags von 11 bis 24 Uhr, freitags und samstags 11 bis 1 Uhr.

22 Uhr: im „Bären“ schlafen

Das Gasthaus „Zum Roten Bären“ ist nach eigenen Angaben eine der ältesten Herbergen Deutschlands. In dem Komplex an der Straße Oberlinden herrscht seit 1387 ein reges Kommen und Gehen. Das Haus hat insgesamt 25 Zimmer, und zum Münster sind es nur wenige Schritte.

Hotel „Zum Roten Bären“, Oberlinden 12. Das Einzelzimmer gibt es ab 69 Euro inklusive Frühstück, das Doppelzimmer ab 110 Euro.

Freiburgs ältestes Rathaus: die Gerichtslaube, wo König Maximilian I. im Jahr 1498 den Reichstag abhielt. Foto: wit



Wie kommt man hin

Mit dem Auto: Wer mit dem Auto von Karlsruhe nach Freiburg möchte, braucht nicht unbedingt ein Navi. Einmal auf die A5 Richtung Süden und nach knapp 160 Kilometern ist man an Ziel. Rund um die Altstadt gibt es etliche Parkgaragen. Ein Parkleitsystem zeigt den Weg zu freien Plätzen. Am Samstag wird es oft voll in der Stadt.

Mit dem Zug: Einfacher geht es wirklich nicht. Der ICE braucht von Karlsruhe keine Stunde nach Freiburg. Wer etwas weniger bezahlen möchte, fährt mit der Schwarzwaldbahn nach Offenburg und steigt dort in den Regional-Express um. Am günstigsten ist die Fahrt mit dem Ba-Wü-Ticket. Es kostet 24 Euro. Je Mitfahrer kommen weitere sechs Euro dazu.

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