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Schwierige Beratung

Genossenschaft „Regio Bodensee Fisch“ verfolgt Fischzucht-Pläne vorerst nicht weiter

Die Genossenschaft „Regio Bodensee Fisch“ verfolgt ihre bisherigen Pläne einer Zuchtanlage für Felchen vorerst nicht weiter. Grund dafür seien laut dem Vorsitzenden Martin Meichle die aktuelle Gesetzeslage und Schwierigkeiten sich aktuell darüber zu beraten.

Fischer werfen von ihrem Fischerboot auf dem Bodensee ein Netz aus. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

Im Bodensee wird es so schnell keine Fischzucht-Anlagen geben. Die Pläne der Genossenschaft „Regio Bodensee Fisch“, in Netzgehegen Fische zu züchten, würden vorerst nicht weiterverfolgt, sagte der Vorsitzende Martin Meichle am Donnerstag in Hagnau (Bodenseekreis). Einen entsprechenden Antrag habe man bislang nicht eingereicht und es gebe auch keine Pläne mehr dazu.

Als Gründe nannte Meichle die Gesetzeslage, die das Vorhaben derzeit nicht erlaube. Zudem möchten sich die Mitglieder der Genossenschaft zur Beratung des mit viel Kritik begleiteten Vorhabens erst erneut persönlich beraten. Dies sei in Zeiten der Pandemie nicht so einfach, so Meichle. Auch gebe es Unklarheit in der Frage, wie sich die künftige baden-württembergische Landesregierung dazu verhalten werde. Zuvor hatte der Südwestrundfunk berichtet.

Die Genossenschaft hatte zuvor ihre Pläne vorgestellt, im Bodensee Anlagen zur Zucht von Felchen bauen zu lassen, weil die Fangerträge seit Jahren einbrechen. Grund dafür ist etwa Nährstoffmangel im immer sauberer werdenden See. Die Mehrheit der Berufsfischer lehnte dies ab. Sie befürchten die Übertragung von Krankheiten auf Wildtiere und die Verunreinigung des Bodensees.

Ministerium dafür - Grüne dagegen

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) zeigte sich den Plänen gegenüber aufgeschlossen. Die Grünen lehnten das Vorhaben dagegen klar ab. Das bayerische Landwirtschaftsministerium sah für die Pläne nur bei einer Zustimmung der Bodenseefischer eine Zukunft. Und diese seien dagegen, hieß es.

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