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Land übernimmt Zuganbieter

Gericht gibt grünes Licht für Abellio-Übernahme

Es galt ohnehin nur noch als Formsache, nun ist die Übernahme des Zuganbieters Abellio durch die landeseigene SWEG in trockenen Tüchern. Verkehrsminister Hermann bezeichnete die Aufrechterhaltung des Abellio-Betriebs indes als eine der komplexesten Missionen seiner Amtszeit.

Der Name verschwindet bald: Ein Abellio-Zug steht am Hauptbahnhof Pforzheim. Seit dem Jahreswechsel fährt das Unternehmen unter dem Dach der landeseigenen SWEG. Foto: René Ronge

Die Übernahme des in Finanzschwierigkeiten geratenen Zuganbieters Abellio Rail Baden-Württemberg (ABRB) durch die landeseigene Südwestdeutsche Landesververkehrs-GmbH (SWEG) ist rechtskräftig. Die Gläubigerversammlung und das Insolvenzgericht haben ihre Zustimmung dazu erteilt, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage bestätigte und damit einen Bericht von „Heilbronner Stimme“ und „Südkurier“ (Donnerstag). Sobald die Gläubiger ihr Geld erhielten, könne das gesamte Insolvenzverfahren zu ABRB aufgehoben werden.

Land sicherte Betrieb mit Millionenspritze

ABRB war bis zum Jahresende ein Tochterunternehmen der niederländischen Staatsbahn. Im Südwesten befuhr der Zuganbieter Strecken im Stuttgarter Netz und im Neckartal. Nachdem im Oktober 2021 das Schutzschirmverfahren von Abellio endete, hatte das Land den Zuganbieter bereits mit einer Millionenspritze bis zum Ende des vergangenen Jahres unterstützt – und so den Betrieb gesichert. Danach ging ABRB an die SWEG, die das Unternehmen für zunächst zwei Jahre übernimmt.

In meinen fast elf Jahren Amtszeit war die Vermeidung eines Zusammenbruchs des Abellio-Betriebs eine der komplexesten und schwierigsten Missionen.
Verkehrsminister Winfried Hermann

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte den Blättern: „In meinen fast elf Jahren Amtszeit war die Vermeidung eines Zusammenbruchs des Abellio-Betriebs eine der komplexesten und schwierigsten Missionen.“ Es sei gelungen, dass der Bahnbetrieb nach der Übernahme von Abellio „bruchlos, stabil und pünktlich weiterläuft“.

Die Beschäftigten seien im Unternehmen geblieben und die Fahrgäste hätten vom Wechsel des Eigentümers nichts gemerkt. „Ich bin erleichtert, dass der Übergang reibungslos geklappt hat.“

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