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Polizisten wiesen Vorwürfe zurück

Gericht verhandelt Klage von Flüchtling gegen Land Baden-Württemberg

Der Mann richtet sich mit seiner Klage gegen das mutmaßlich unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei bei einem Einsatz in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Ellwangen und während seiner Abschiebung im Jahr 2018.

Ein Flüchtling aus Kamerun klagt vor Gericht gegen das Verhalten von Polizisten bei einem Einsatz in einer Flüchtlingsaufnahmestelle und bei seiner Abschiebung 2008. Foto: Marijan Murat/dpa

Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart hat am Donnerstag begonnen. Wie der Mann vor Gericht berichtete, seien Polizisten bei einer Razzia im Mai 2018 früh morgens in sein dunkles Zimmer eingedrungen, ohne sich als Polizisten zu erkennen zu geben. Zudem hätten sie ihn auf dem Boden gefesselt und sein Handy beschlagnahmt.

Zwei damals bei dem Einsatz beteiligte Polizisten sind als Zeugen geladen. Sie wiesen die Vorwürfe des Klägers zurück. Zur Frage, ob das Handy des Mannes beschlagnahmt wurde, konnten sie sich demnach nicht mehr erinnern. Im weiteren Verlauf des Verfahrens sollen auch die polizeilichen Maßnahmen bei der Abschiebung des Kameruners im Juni 2018 überprüft werden.

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