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Verdi

Gewerkschaft: 900 Beschäftigte beteiligen sich an Streiks

Die Gewerkschaft Verdi hat vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst weitere Forderungen gestellt. Am Wochenende finden weitere Verhandlungen statt. Davor legten über 900 Beschäftigte ihre Arbeit als Zeichen nieder.

Mit weiteren Streiks hat die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild

Vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi im Südwesten noch einmal den Druck erhöht. Verdi-Landeschef Martin Gross sagte am Donnerstag: „Die Arbeitgeber müssen sich bis zum Wochenende entscheiden, ob sie den zweiten Corona-Winter mit oder gegen ihre eigenen Beschäftigten bestreiten wollen.“ Die bundesweiten Gespräche werden am Wochenende in Potsdam in dritter Runde fortgesetzt.

Von Potsdam muss am Wochenende ein Signal an alle Beschäftigten in den Gesundheitsberufen ausgehen.
Martin Gross, Verdi-Landeschef

Am Donnerstag beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben über 900 Beschäftigte an den kurzfristigen Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen in Tübingen, Heidelberg und Ravensburg. Ein Schwerpunkt waren erneut die Zentren für Psychiatrie. Gross sagte weiter, wie laut müssten die Alarmglocken eigentlich noch läuten, bis die Verhandlungsführung der Länder den Ernst der Lage erkenne. „Von Potsdam muss am Wochenende ein Signal an alle Beschäftigten in den Gesundheitsberufen ausgehen: wir haben verstanden. Und wir handeln jetzt.“

Gewerkschaft fordern fünf Prozent mehr Gehalt

Warnstreiks gab es unter anderem auch an den Universitäten in Tübingen, Heidelberg und Mannheim. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt für die rund eine Million Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder – mindestens 150 Euro monatlich, für Pflegekräfte mindestens 300 Euro im Monat. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte dies als unrealistisch zurückgewiesen.

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