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Baden-Württemberg sorgt für höheren Schutz

Häusliche Gewalt: Polizeimaßnahme soll Opfer besser schützen

Die Fälle von häuslicher Gewalt nehmen auch in Baden-Württemberg immer weiter zu. Das neue Polizeikonzept sowie die Zusammenarbeit der Behörden soll verbessert werden um weitere Opfer zu schützen.

Auch in Baden-Württemberg ist ein Anstieg der häuslichen Gewalt beobachtbar. Die neuen Maßnahmen sollen dabei helfen, Gewalttaten zu minimieren. (Symbolbild) Foto: Peter Steffen/dpa/Illustration

Mit einem neuen Polizeikonzept sollen Opfer von häuslicher Gewalt im Südwesten besser geschützt werden. Unter anderem wird in jedem regionalen Polizeipräsidium eine Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt eingerichtet, wie das Innenministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Ab sofort soll auch die Arbeit zwischen verschiedenen Behörden landesweit verbessert werden. Ein Pilotprojekt in Mannheim und Ulm habe gezeigt, dass zum Beispiel behördenübergreifende Konferenzen zwischen Jugendämtern, Staatsanwaltschaft und Polizei die Opfer vor weiteren Gewalttaten schützen könnten.

Außerdem sollen Polizistinnen und Polizisten bei Ermittlungen ein neues Instrument zur Vorhersage von Risiken einsetzen. Mit 13 Fragen werden Risikofaktoren abgeklopft, die statistisch auf eine weitere Tat hindeuten.

Besonders Frauen sind von der Partnergewalt betroffen

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass immer mehr Menschen in Baden-Württemberg Opfer von häuslicher Gewalt, sogenannter Partnergewalt, werden. 2020 flossen rund 13 800 Fälle in die Statistik ein. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist das ein Anstieg von rund 1800 Fällen. Der Großteil der Betroffenen ist weiblich. „Jede einzelne dieser Gewalttaten ist eine Gewalttat zu viel“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU).

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