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Umweltschutz

Hohes Interesse an Naturprojekten für Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg

Das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Natur- und Umweltprojekten steigt in Baden-Württemberg immer mehr an. Oft gibt es mehr Nachfrage als Helfer zur Verfügung stehen, stellen Umweltverbände fest.

Seit der Corona-Pandemie ist das Interesse an der Natur bei Kindern und Jugendlichen besonders gestiegen. Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Nicht zuletzt wegen der Debatten über Klima- und Artenschutz verzeichnen Anbieter von Umweltprojekten für Kinder und Jugendliche eine hohe Nachfrage. „Wir merken, dass sich viele junge Leute dafür interessieren“, sagte beispielsweise die Landesgeschäftsführerin der BUNDjugend Baden-Württemberg, Sabine Renelt. So würden mehr Kinder an dem Wettbewerb Naturtagebuch teilnehmen, bei dem sie etwa einen Bach oder Baum vor der Haustür beobachten und darüber Tagebuch führen. „Wir haben auch Gipsabdrücke von Wildschweinspuren bekommen, andere haben Schneckenhäuser gemalt.“

Die Corona-Pandemie habe den Effekt verstärkt, sagte Nico Teerenstra, Landesgeschäftsführer der Naturschutzjugend (Naju) Baden-Württemberg. Nach dem Lockdown hätten viele Lockerungen im Sommer abgewartet. „Dieses Jahr sind wir quasi überfallen worden mit Anfragen.“ Alle wollten raus in die Natur, wollten dort etwas erleben.

Fehlende Helfer bei steigender Nachfrage

Allerdings seien die ehrenamtlichen Helfer der limitierende Faktor, betonte Teerenstra. Wegen des achtjährigen Gymnasiums, Bachelorstudiengängen samt Auslandsaufenthalten und anderen Freizeitaktivitäten wie Sportvereinen fehle ihnen oft die Zeit oder die Helfer blieben nicht mehr so lange wie früher. Es gebe rund 100 aktive Naju-Ortsgruppen. Ginge es allein um die Nachfrage, könnten es nach Angaben des Landesgeschäftsführers doppelt so viele sein.

Neben den Angeboten der beiden Umweltverbände gibt es auch lokale Angebote wie die Juniorranger im Nationalpark Schwarzwald. Kinder von fünf bis zwölf Jahren können da zu Naturexperten ausgebildet werden.

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