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Neue Regelung nach App-Problemen

Wirrwarr für Geimpfte: Nach Johnson-Impfung braucht es den dritten Piks für den Booster

Bislang galten Johnson-Geimpfte schon nach einem Piks als grundimmunisiert. Doch jetzt müssen sich die Betroffenen auf Änderungen einstellen.

Für eine Grundimmunisierung mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson braucht es jetzt auch zwei Impfungen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Selten zuvor waren Gewissheiten von so kurzer Dauer wie derzeit in der Pandemie. Jetzt gilt für Johnson&Johnson-Geimpfte, bei deren Booster-Nachweis es zuletzt ohnehin Probleme bei den Apps gab, eine grundlegende Neuerung: Eine Impfung reicht bei ihnen künftig zur Grundimmunisierung nicht mehr aus.

„Hier hat der Bund am 15. Januar 2022 relativ kurzfristig die Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung angepasst“, erläutert das Sozialministerium in Stuttgart am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion.

Im Gegensatz zu bisher ist also auch für Johnson-Geimpfte in Omikron-Zeiten eine zweite Impfung nötig.

Zweite Impfung mit mRNA-Impfstoff nach vier Wochen und Booster

Diese zweite Impfung soll laut Sozialministerium „möglichst nach vier Wochen mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen, damit der vollständige Impfschutz vorliegt“. Mit Johnson&Johnson sei die zweite Impfung ebenfalls möglich, präzisiert ein Sprecher, hier sollten jedoch zwei Monate eingehalten werden.

Erst nach einer weiteren Auffrischungs-Impfung noch einmal drei Monate später gelten Johnson-Geimpfte demnach in Baden-Württemberg als geboostert – wie auch andere Geimpfte nun also erst nach insgesamt drei Impfungen.

Impfstoff von Johnson&Johnson: Bislang galten zwei Impfungen als ausreichend

Bisher galten für den Booster-Status bei Johnson-Geimpften zwei Impfungen, was jedoch zu Problemen bei den entsprechenden Apps führte: Die Zertifikate in der Corona-Warn-App und der CovPass-App wurden beim Auslesen 14 Tage lang als ungültig angezeigt. Betroffene erinnern sich mit Grausen an die Diskussionen am Eingang, wenn sie zum Sport oder in die Kneipe wollten und, obwohl nach damaligem Verständnis frisch geboostert, keinen Einlass erhielten.

Vom zuständigen Bundesgesundheitsministerium gibt es zur Problematik der Apps bis Redaktionsschluss noch keine Antwort auf Fragen. „Uns ist bekannt, dass man das Problem dort beheben will“, heißt es dazu am Dienstag beim Sozialministerium in Stuttgart.

Die neue Sachlage indes macht auch in dieser Hinsicht keine weitere Mühsal der Technik-Teams mehr nötig. Jetzt gilt bei allen Impfstoffen die gleiche Anzahl von Impfungen. Eine Anforderung, mit der die Apps jetzt klarkommen dürften – die aber einen weiteren Piks für Johnson-Geimpfte nötig macht.

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