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Der Niedergang einer ganzen Branche

Keine Zuschauer, keine neuen Filme: Corona zwingt das gute alte Kino in die Knie

Keine Blockbuster, kaum Zuschauer, viele Plätze, die frei blieben müssen: Die Corona-Epidemie setzt den Kinos zu. Die Studios scheuen sich, neue Filme in die Studios zu bringen und ziehen selbst Streamingplattformen vor.

Schlechte Zeiten: Weil viele Kinositze wegen Corona freibleiben müssen und die großen Blockbuster ein und andere Mal verschoben werden, kämpfen viele Lichtspielhäuser ums Überleben. Foto: Julian Stratenschulte /dpa

Nichts und niemand hat es bisher geschafft, James Bond, den Agenten mit der Nummer 007 und der Lizenz zum Töten, aufzuhalten. All jene, die den im Geheimdienst Ihrer Majestät stehenden Gentleman zu Fall bringen wollten, scheiterten an dessen kerniger Entschlusskraft und ausgeklügelter Nahkampf-Technik; Schurken wie der stets gut gelaunte Auric Goldfinger oder der manische Katzenstreichler Ernst Stavro Blofinger genauso wie die verboten erotischen Bond-Girls, die sonst jeden noch so eisernen Junggesellen zum treuen Gatten umgemodelt hätten.

Doch ein einzelner, unsichtbarer Gegner hat Bond nun doch fürs Erste in die Knie gezwungen: Ein im Extremfall tödliches Virus namens SARS-CoV-2, genannt Corona, hat dem passionierten Martini-Schlürfer und Sportwagen-Lenker die neueste Mission verhagelt. Bond beehrt nun doch nicht mit einiger Verspätung, aber immerhin pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft ab dem 12. November die Leinwände, sondern darf erst am 2. April des kommenden Frühjahrs die Welt zum 25. Mal retten. Sofern sie dann noch steht.

Spaß beiseite; die mehrfache Start-Verschiebung eines der kommerziell wichtigsten Kinoereignisse in diesem Jahr steht symptomatisch für die schwere Krise, in der die Branche seit Ausbruch der Corona-Pandemie steckt. In den USA und in Großbritannien sind unter anderem die insgesamt 663 Kinos der Kette Cineworld auf unbestimmte Zeit geschlossen und deren 45.000 Angestellte arbeitslos.

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