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Diskussion um Corona-Impfungen

Eine Frage der Moral: „Impf-Dränglern“ hat auch der Staat viele Steilvorlagen geliefert

Über den „Enkel-Trick“ von „Impf-Dränglern“ empören sich manche Bürger, die in der Warteschlange für die Corona-Impftermine ausharren. Doch die Zickzack-Politik in der Corona-Krise begünstigt solche Schummeleien.

Wer erhält zuerst den schützenden Piks? Im Windhundrennen um die Impftermine schummeln manche angeblich „Pflegebedürftige“ und ihre Angehörigen. Doch der Staat ist daran mitschuldig. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Es ist verständlich, dass viele Menschen stinksauer sind, wenn sie davon hören: Menschen, die zwar alt, aber nicht pflegebedürftig sind, stellen ihren Kindern und Enkeln eine Bescheinigung aus, damit die Jüngeren frühzeitig eine Corona-Schutzimpfung erhalten.

Als „pflegende Angehörige“ oder „enge Kontaktpersonen“ ziehen sie an anderen Impfwilligen vorbei. Wer selbst schon fortgeschrittenen Alters ist und vergeblich versucht hat, einen Impftermin zu ergattern, empfindet das als rücksichtslos.

Und wie sollen sich zum Beispiel Krebspatienten fühlen, die wegen ihres heruntergefahrenen Immunsystems selbst nicht geimpft werden können, aber dringend darauf angewiesen sind, dass ihre nahen Angehörigen nicht zur tödlichen Covid-Ansteckungsquelle werden?

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