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Viele Menschen - wenig Platz

Lockdown hinter Gittern: Corona stellt die Gefängnisse erneut vor Probleme

Im zweiten Lockdown steigt abermals der Druck auf die Gefangenen und die Mitarbeiter des Justizvollzugs im Südwesten. Angesichts der steigenden Infektionszahlen schotten sich die Gefängnisse zunehmend ab.

Ungewissheit hinter Gittern: Kurz vor der erwarteten Zulassung des Impfstoffes in der EU weiß die Leitung der JVA Bruchsal noch nicht, ob und wann gegen Corona geimpft wird. Foto: Uli Deck picture alliance / dpa

Jegliche Weihnachtsidylle ist fehl am Platz bei dieser gehemmten Wiedervereinigung der heiligen Familie hinter Gittern. Josef in grauer Knast-Uniform wagt es nicht, Maria mit Baby Jesus zu nahe zu kommen. Statt der Hirten achten bei dem intimen Treffen im engen Besucherraum zwei Justizvollzugbeamte und ein Anwalt auf die Einhaltung der Gefängnisregeln.

Und auch die Engel jauchzen nicht vor Freude über den neugeborenen Heiland. Sondern sie spielen lieber auf dem Dach als entrückte, bärtige ZZ-Top-Gestalten mit Sonnenbrillen eine Rocknummer auf ihren E-Gitarren. Die schräge Szene passt gut zum Ausklang dieses außergewöhnlichen Corona-Jahres.

Genau das ist die Absicht des Ettlinger Holzkünstlers Rudi Bannwarth, der mit seiner aufwendig geschnitzten „Knast-Krippe“ in einem alten Röhrenfernseher den Betrachter über ein freudloses Weihnachtsfest von Verlierern und sozial geächteten Menschen sinnieren lassen möchte.

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