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Verkehrssicherheit

Lücken bei der Radfahrausbildung in Baden-Württemberg wegen Pandemie

Monatelang lernten Schülerinnen und Schüler vor dem Computer oder im Wechselbetrieb. Dabei blieb vieles auf der Strecke - beim Thema Radfahren kann das gefährlich werden.

Das Innenministerium verzeichnete einen Rückgang der Radfahrausbildung von mehr als 60 Prozent zum Jahr 2019. (Symbolbild) Foto: Rainer Jensen dpa-avis

Wegen der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Grundschüler in Baden-Württemberg ihre Radfahrausbildung abgeschlossen als in den Vorjahren. 2020 nahmen rund 37.600 Schulkinder an der eigentlich verpflichtenden Schulveranstaltung teil, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2019, also vor der Pandemie, ist das ein Rückgang von mehr als 60 Prozent. Damals hatten 94.242 die Ausbildung absolviert.

Normalerweise liegt die Quote der Viertklässler, die am Ende der Ausbildung den Fahrradpass erhalten, nach Angaben der Landesverkehrswacht bei fast 95 Prozent. Wegen der Schulschließungen konnte oft nur der theoretische Teil der Ausbildung - beispielsweise Verkehrsregeln und Gefahren für Radfahrende - vermittelt werden, hieß es vom Kultusministerium. Der praktische Teil, der von der Polizei in mobilen oder stationären Jugendverkehrsschulen vermittelt wird, fiel pandemiebedingt oft aus.

Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. 2020 starben laut Verkehrsunfallbilanz sechs Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr in Baden-Württemberg. Davon waren zwei Radfahrer.

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