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Industrie

Markenrechte von „Hahn- und-Henne“-Hersteller aus Zell am Harmersbach übernommen

Hat das international bekannte „Hahn-und-Henne“-Geschirr noch eine Zukunft? Eine Gemeinde im Schwarzwald hat aus eigener Sicht viele Karten in der Hand.

Produkte der Zeller Keramik stehen im Werksverkauf der Firma in der Innenstadt.
Was die Stadt mit den Marken- und Nutzungsrechten vor hat, ist noch nicht bekannt (Symbolbild). Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Die Stadt Zell am Harmersbach hat nach eigenen Angaben Marken- und Nutzungsrechte des bisherigen „Hahn- und-Henne“-Herstellers Zeller Keramik Manufaktur übernommen.

„In aller Ruhe können wir nun nach Abschluss des Insolvenzverfahrens überlegen, wie und in welcher Form insbesondere das Dekor „Hahn und Henne“ eine Zukunft haben könnte“, teilte der Bürgermeister der Schwarzwaldgemeinde, Günter Pfundstein, auf Anfrage mit.

Konkrete Pläne gebe es noch nicht, möglich sei etwa eine Lizenzvergabe, fügte der parteilose Lokalpolitiker dazu. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Hahn und Henne war international beliebt

Der Hersteller war in wirtschaftliche Probleme geraten und stellte nach früheren Angaben von Insolvenzverwalter Martin Mildenberger die Produktion ein.

Die 1794 gegründete Manufaktur zählte bisher zu den ältesten Steingutherstellern Deutschlands. Das „Hahn und Henne“-Dekor wurde seit 1898 hergestellt und war lange ein Markenzeichen der Manufaktur, Liebhaber gibt es auch in den USA und anderen Ländern.

Pfundstein teilte weiter mit, es sei bedauerlich, dass das Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden musste. Es gebe aber nun Chancen für das Firmengelände am Standort.

Die Stadt im Ortenaukreis habe das Grundstück mit den Fabrikhallen erworben, ebenso wie die Betriebs- und Geschäftsausstattung in den Fabrikräumen, berichtete der Rathauschef.

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