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Künftige Landesregierung

Naturschutz und regionale Entwicklung: Verbände nutzen Zeitpunkt vor Landtagswahl für Forderungen

Etwa einen Monat vor der Landtagswahl machen Naturschutzverbände Forderungen an die künftige Landesregierung öffentlich. Auch die Regionalverbände melden sich – sie sehen Verbesserungsbedarf bei der Entwicklung vor Ort.

Bestand ist eingebrochen: Rebhühner sind auch durch die Intensivierung der Landwirtschaft bedroht, betonen Naturschutzverbände. Doch Landwirtschaft und Vielfalt müssten keine Gegensätze sein, betont der Naturschutzbund Baden-Württemberg. Foto: Sina Schuldt picture alliance/dpa

Die Parteien haben mit dem politischen Aschermittwoch die heiße Phase des Landtagswahlkampfs eingeläutet, auch die Verbände wollen den Zeitpunkt nutzen.

Mit ihren Anliegen sind nun die Regionalverbände Baden-Württembergs an die Öffentlichkeit gegangen, die für die zukunftsfähige Entwicklung in den zwölf Regionen des Landes zuständig sind. Auch in der Agrarpolitik haben sich Verbände mit Forderungen an die künftige Landesregierung gemeldet.

Der Verbandsdirektor des hiesigen Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, Gerd Hager, hebt die Bedeutung der Regionalverbände hervor: „Wir kennen die Herausforderungen in unseren Regionen und wissen, was wir zu einer erfolgreichen Landesentwicklung beitragen können.“

Die Regionalverbände fordern eine klare Strategie des Landes – der bisherige Landesentwicklungsplan stamme aus dem Jahr 2002. Zudem brauche es eine angemessene Finanzierung, nicht nur durch die Kommunen, sondern auch durch das Land. Die Verfahren sollten beschleunigt werden, schreiben die Regionalverbände: „Planungen dauern mitunter sehr lange – Lösungen werden aber rasch benötigt.“

Sieben Verbände erheben agrarpolitische Forderungen

Agrarpolitische Forderungen für die nächste Legislaturperiode haben sieben Landesverbände aufgestellt, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Landesjagdverband oder der Landesschafzuchtverband.

BUND-Vorsitzende Brigitte Dahlbender fasst die Forderungen zusammen: „Wir brauchen in Baden-Württemberg eine Landwirtschaft, die die Kulturlandschaft und Artenvielfalt erhält und fördert, bäuerlichen Familienbetrieben ein angemessenes Einkommen ermöglicht und regionale Lebensmittel produziert.“ Klar sei, betont Dahlbender: „Vielfalt in der Kulturlandschaft gibt es nicht zum Nulltarif.“

Dafür wollen die Verbände zusammenarbeiten. Landesjägermeister Jörg Friedmann teilt mit: „Der Rückgang der Artenvielfalt hat ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen.“

Jedoch, so betont Johannes Enssle vom Naturschutzbund: „Landwirtschaft und biologische Vielfalt müssen keine Gegensätze sein.“ Die Verbände betonen in ihrer gemeinsamen Mitteilung: „Jetzt kommt es auf die künftige Landesregierung an!“

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