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Söhne Mannheims Jazz Department stellt Album vor

Neigel statt Naidoo: Eine Frau jazzt mit den Söhnen aus Mannheim

Bereits seit 25 Jahren musizieren die Söhne Mannheims zusammen. Jetzt nutzen vier der insgesamt 13 Musiker der Band eine kreative Pause, um als Söhne Mannheims Jazz Department ein Album zu veröffentlichen. Unterstützt werden sie dabei von der Jazzsängerin Stephanie Neigel.

Auf dem namelnlosen Debütalbum singt Stephanie „Phallee“ Neigel mit den Söhnen Mannheims. Foto: Claus Morgenstern/Sohne Mannheims/La.Mag/dpa

Das Musikerkollektiv Söhne Mannheims hat mit seinem Ableger Jazz Department ein namenloses Debütalbum mit zehn Songs vorgestellt. Die Songauswahl besteht dabei zum größten Teil aus den Klassikern der Söhne. Sie stammen aus der Feder des langjährigen Kapellmeisters Michael Herberger und des wegen kontroverser Aussagen umstrittenen Sängers Xavier Naidoo.

Naidoo hat das Mannheimer Kollektiv schon 2017 verlassen - nach Aussage der Söhne Mannheims, „um sich ausschließlich auf seine Solo-Projekte zu fokussieren“.

Auf dem Album präsentieren sich vier Söhne-Musiker, ergänzt durch Sängerin Stephanie „Phalleé“ Neigel. „Ralf Gustke, Michael Koschorreck und ich sind die Jazz-Heads bei den Söhnen und haben schon einige Jazz-Produktionen gemacht“, erzählt Produzent Edward Maclean. „Wir dachten uns: Warum probieren wir nicht mal aus, wie Söhne-Songs mit anderen Arrangements und anderer Instrumentierung klingen?“

Stephanie Neigel ist eine Nichte der Sängerin Julia Neigel. Die gebürtige Wormserin mit dem Künstlernamen Phalleé hat sich auf Jazz- und Popmusik spezialisiert und belegte 2005 den ersten Platz beim Wettbewerb „Sing dich ins Rampenlicht“ der Big Band der Bundeswehr. Neben Neigel holte Edward Maclean auch den Söhne-Mannheims-Sänger Michael Klimas ins Boot.

Die Songauswahl besteht aus einer Mischung verschiedener Jazzinterpretationen. „Der Jazz bringt die Texte anders zur Geltung“, meint Maclean. „Er bringt die emotionale Kraft und die Spiritualität der Söhne-Songs sehr klar und gleichzeitig auf eine ganz neue Art zu Gehör.“ Mit „Breathe“ und „Alles ist schon da“ sind auch zwei Eigenkompositionen von Edward Maclean und Michael Klimas mit dabei.

Weitere Projekte sind auch schon in Planung. „Unser Debütalbum soll kein Unikat bleiben“, kündigt Maclean an. Bereits jetzt stehe fest, dass es zukünftig mehr Eigenkompositionen aufs Album schaffen sollen. „Aber bevor wir weiter planen, wollen wir jetzt erst mal dem Virus trotzen und so viele Auftritte wie möglich spielen“, so Maclean.

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