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Unabhängig von Priorisierungen

Neue Plattform bringt Impfwillige und Praxen in Baden-Württemberg zusammen

Hilfe bei der Suche nach einem Corona-Impftermin: Die Ärzteorganisation Mediverbund bietet eine Plattform an, die Impfwillige und Praxen mit kurzfristigen Impfkapazitäten zusammenbringt. Auch Ärzte aus rund um Karlsruhe sind dabei.

Eine neue Online-Plattform will Impfwillige und Ärzte mit Impfstoff zusammenbringen. So kann man kurzfristig einen Corona-Impftermin ergattern. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Obwohl in Baden-Württemberg knapp 40 Prozent der Menschen bereits eine Erstimpfung erhalten haben, sind viele noch auf der Suche nach einem Corona-Impftermin.

Eine neue Plattform will hier helfen: Unabhängig von Impfrangfolgen können sich alle Menschen ab 18 Jahren auf www.impfterminmanagement.de für eine Corona-Impfung mit ihren Daten und Impfstoffwünschen registrieren.

Knapp 200 Haus- und Facharztpraxen nutzen nach einer Mitteilung des Verbundes die Plattform bereits für ihr Impftermin-Management. Darunter seien bislang auch 15 Praxen aus der Region rund um Karlsruhe, wie der Verbund auf BNN-Nachfrage erklärte. Die Plattform wächst aber noch weiter: „Täglich kommen neue Arztpraxen hinzu“, teilte Tanja Reiners, Sprecherin des Verbundes mit.

Ziel der Plattform sei es, impfende Ärzte und Impfwillige effizienter zusammenzubringen. Immer wieder komme es vor, dass Patienten Impftermine absagen oder ohne Absage nicht zum Impftermin erscheinen. „Wir wollen Ärzte dabei unterstützen, diese Termine wieder zu vergeben“, sagt Reiners.

Suche nach einem Corona-Impftermin in Baden-Württemberg: Auch Fachärzte impfen

Hinzu komme, dass vielen Impfwilligen gar nicht bewusst sei, dass auch viele Fachärzte, etwa Urologen oder Kinderärzte, impfen würden. Mit der neuen Plattform, die am Dienstagabend gestartet war, soll die Suche nach Impfterminen nun einfacher werden.

Jede Impfoption kann sofort genutzt werden.
Werner Baumgärtner, MEDI-Chef

„Jede Impfoption durch Restbestände, abgelehnte Impfstoffe oder geschwänzte Impftermine kann sofort genutzt werden“, sagte der Chef des Zusammenschlusses von rund 5000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten im Südwesten, Werner Baumgärtner.

Immer mehr Landkreise in Baden-Württemberg liegen mittlerweile bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Nach den Änderungen der Corona-Verordnung des Landes sind hier Lockerungen möglich. Zwei Wochen nach dem zweiten Corona-Impftermin bedeutet das zusätzliche Erleichterungen. Die neue Verordnung sieht nämlich auch vor, dass Geimpfte und Genesene bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden. Auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe wird ab Samstag gelockert.

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