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Flucht ins Ausland

Polizei befreit Frau nach Geiselnahme in Heidelberg

Nach einer mutmaßlichen Geiselnahme in Heidelberg ist der mutmaßliche Tatverdächtige nach Tschechien geflohen. Dort konnte ihn die Polizei nun aufspüren und die Geisel befreien.

An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug „Polizei“.
Der Polizei ist es gelungen, den Verdächtigen zu fassen und die entführte Frau zu befreien. Foto: David Inderlied/dpa/Illustration

Die Polizei hat die Flucht eines mutmaßlichen Geiselnehmers aus Heidelberg in Tschechien beendet. Beamte nahmen den Tatverdächtigen in Rozvadov kurz hinter der bayerisch-tschechischen Grenze fest und befreiten das Opfer, wie ein Behördensprecher am Mittwoch sagte.

Die Vorwürfe gegen den 30 Jahre alten Mann lauten unter anderem Geiselnahme und versuchter Mord. Er sitzt den Angaben nach in Tschechien in Untersuchungshaft und soll ausgeliefert werden.

Mann von Auto mitgeschleift

Laut den Ermittlungen stieß der Tatverdächtige seine fünf Jahre jüngere Ex-Freundin am 13. Mai in Heidelberg unter Todesandrohungen in sein Auto und nahm sie als Geisel. Der neue Freund der Frau sei bei dem Vorfall ein Stück weit vom Auto mitgeschleift und dadurch verletzt worden.

Zudem sei der 30-Jährige auf einen Bekannten des neuen Freundes, der das Auto habe aufhalten wollen, zugefahren. Der Bekannte habe sich durch einen Sprung zur Seite gerettet.

Geisel verängstigt, aber unverletzt

Weil der Tatverdächtige ersten Erkenntnissen zufolge nach Tschechien geflüchtet sein sollte, übernahm das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit im oberpfälzischen Schwandorf die Koordinierung.

Am 14. Mai konnte die Polizei den 30-Jährigen in einem Hotel in Rozvadov fassen. Er sei dort mit der Frau als Urlauber eingecheckt und habe die Frau in einem Zimmer bewacht, sagte der Sprecher. Die 25-Jährige sei verängstigt und eingeschüchtert, jedoch physisch unverletzt gewesen.

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