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Live-Hack: Wespentäuscher aus Zeitungspapier

Print gegen Plagegeister: BNN-Leser baut auf Korsika den ultimativen Wespenschreck

Wespen mögen Schinken, Säfte und Marmelade – nur eines mögen sie nicht: andere Wespen. Diesen Umstand machte sich BNN-Leser Karl-Heinz Hudalla in seinem Urlaub auf Korsika zunutze.

Stich ins Wespennest: Eine gute Zeitung hilft dabei, sich gegen Missstände zu wehren. Das kann auch mal die Wespenplage auf einer korsischen Terrasse sein. Dort setzte BNN-Leser Karl-Heinz Hudalla sein mitgebrachtes Exemplar zur Wespenvergrämung ein. Foto: Karl-Heinz Hudalla / privat

Es gibt Probleme, die wird man einfach nicht los. Egal, wohin man geht, sie folgen einem überall hin. Sogar in den Urlaub und sogar an einen so paradiesischen Fleck wie Korsika. Eines dieser Probleme ist BNN-Leser Karl-Heinz Hudalla aus seiner Heimat Neusatz bei Bad Herrenalb direkt dorthin gefolgt.

Denn auch auf Napoleons Geburtsinsel gilt: Je später der Sommer, desto ungebetener die Gäste. Kaum, dass man es sich kaiserlich mit einer Mahlzeit auf der Terrasse gemütlich gemacht hat, tauchen die ersten Wespen auf. Der Spähtrupp erst, dann die Schwadron. Was hilft? Eine gute, alte Zeitung aus Papier. Aber dazu später mehr.

Getigerte Plagegeister überall

Karl-Heinz Hudallas Urlaubserlebnis jedenfalls trübten die getigerten Plagegeister kolossal. „Jeden Tag belagerte eine Invasion von Wespen unseren gedeckten Esstisch auf der Terrasse”, schreibt er in einer E-Mail an die BNN-Redaktion.

„Ein entspanntes Essen oder Zusammensitzen war uns nicht mehr möglich.” Verzweifelt überlegte der Leser, wie er sich die Tiere möglichst zerstörungsfrei vom Leib halten könnte. Dabei besann er sich eines alten Tricks.

Menschen und Wespen haben eines gemeinsam: Sie mögen keine Wespen. Stellt eine Wespe aus Nest A im Anflug auf eine reich gedeckte Terrasse fest, dass dort bereits ein fremder Wespenstamm B Revier bezogen hat, wird Wespe A in der Luft kehrt machen und nach einem anderen gedeckten Terrassentisch Ausschau halten. Wissenschaftlich ausgedrückt nennt sich das „Territorialverhalten.”

Ein falsches Wespennest muss her

Doch woher sollte Karl-Heinz Hudalla aus Bad Herrenalb auf Korsika ein Wespennest hernehmen, ohne in ein fremdes zu stechen? Und wie sehen Wespennester überhaupt aus?

Das Ergebnis ist überwältigend. So sehr, dass wir Ihnen das mitteilen müssen.
Karl-Heinz Hudalla, BNN-Leser

Die Antwort: Sie sind groß, grau, rund und erinnern an eine zerknüllte Zeitung. Da lag die Lösung auf der Hand: „Aus alten BNN-Zeitungen haben wir Papierknäuel gefertigt und diese auf der Terrasse über dem Esstisch aufgehängt”, berichtet Herr Hudalla und fügt begeistert hinzu: „Das Ergebnis ist überwältigend. So sehr, dass wir Ihnen das mitteilen müssen. Bilder anbei.”

Die Täuschung funktioniert (auf Korsika jedenfalls!). Allen Unkenrufen zum Trotz können wir Zeitungsschreiber einmal mehr erleichtert feststellen, dass die Zeitung auf Papier sehr wohl noch gebraucht wird.

Übrigens nicht nur bei der Wespenvergrämung. Auch beim Umzug. Oder haben Sie schon mal versucht, Tante Elsbeths gutes Sonntagsgeschirr in ein E-Paper zu verpacken?

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