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Technische Panne

RKI wies Infektionsszahlen für Baden-Württemberg zu niedrig aus

Eine Panne bei der Übermittlung von Coronadaten hat in Baden-Württemberg Verwirrung gestiftet. Schuld ist ein technischer Fehler beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart.

Eine technische Panne hat dazu geführt, dass das RKI für Baden-Württemberg zu niedrige Infektionszahlen veröffentlichte. Foto: Tom Weller/dpa

Eine Datenpanne beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart hat dazu geführt, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag zu niedrige Inzidenzwerte für einige Landkreise in Baden-Württemberg gemeldet hat. So nannte das RKI etwa für Stadt- und Landkreis Karlsruhe am Donnerstag deutlich niedrigere Zahlen als das zuständige Gesundheitsamt.

Insgesamt seien 1.434 Infektionen und fünf Todesfälle am Mittwochabend nicht an das RKI übermittelt worden, teilte eine Sprecherin des Landesgesundheitsamtes auf Anfrage mit. Das entspricht rund einem Drittel der am Mittwochabend vom Landesgesundheitsamt veröffentlichten Neuinfektionen.

Ursache für die Panne sei gewesen, dass eine Transportdatei in der Meldesoftware im Ausgangsordner hängen geblieben sei. Am Freitag korrigierte das RKI die fehlerhaft übermittelten Daten.

Da die vom RKI veröffentlichten Zahlen maßgeblich für die Regelungen der Bundesnotbremse sind, kam es teilweise zu Unklarheiten.

Verwirrung um Schulschließungen

Im Bodenseekreis etwa habe es Verwirrung darüber gegeben, ob Schulen geschlossen werden müssten, berichtet der „Südkurier“. Den korrigierten Zahlen zufolge hatte der Landkreis die maßgebliche Grenze von 165 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen demnach bereits an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten.

Tatsächlich müssen Schulen allerdings schon auf Distanzunterricht wechseln, sobald diese Marke innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird.

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