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Naturphänomen

Saharasand sorgt für gelb-braunen Himmel

Ein ungewöhnliches Naturphänomen sorgt am Samstagmittag für Aufregung in der Region und in ganz Süddeutschland: Der Himmel ist nicht blau, nicht grau - sondern braun und gelb.

Was für ein Spektakel: Der Himmel über Süddeutschland ist am Samstagmittag in Braun- und Gelbtöne getaucht. Foto: Rake Hora

Vom Nordosten Spaniens über Lyon und die Côte d’Azur bis nach Baden-Württemberg war der Himmel am Samstag in trübes gelbes Licht getaucht. Denn der Sand aus der Sahara hatte sich laut Wetterexperten wieder mal auf den Weg gemacht.

„Menschen von überall her riefen an. Manche wollten wissen, ob das der Weltuntergang ist“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdiensts. Staub und Sand aus der Sahara könne gelegentlich bei entsprechender Wetterlage - bis nach Deutschland vordringen. Dabei wird feiner Sand aus der Sahara-Wüste vom heißen Wind über das Meer weitergetragen. Durch den feinen Sand, der überall in der Luft liegt, ist die Sichtweite stark begrenzt.

Vielleicht hat Tristan auch Mitleid mit uns: Wenn wir wegen Corona nicht verreisen können - dann kommt der Sand eben zu uns!



Gelb-brauner Himmel über Walzbachtal-Wössingen. Foto: Jan Ringwald

Über der Stadt Lyon hing ein besonders trübes Licht, in manchen Regionen war der Schnee gelb eingefärbt. Mancherorts war der Himmel eher rosa. Ein Wind aus dem Süden habe Sand aus der Sahara nach Frankreich getragen, klärte die Präfektur der der Region Auvergne Rhône Alpes über das Wetterphänomen auf.

Der Saharastaub ließ auch Millionen von Spaniern im Osten und Nordosten des Landes staunen. Schon am frühen Morgen bedeckte eine dünne gelbrötliche Schicht Gehwege und Straßen, Autos und Balkone. Betroffen waren unter anderem die Regionen Valencia, Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca, Katalonien und Aragonien. In den Mittelmeer-Städten Alicante und Valencia gingen nach Medienberichten Tausende von Menschen auf die Straße, um Fotos zu machen oder ein bisschen Wüstenstaub aufzusammeln und nach Hause zu tragen.

„Blutregen“ wird das Wetterphänomen genannt, weil es normalerweise von Niederschlägen begleitet wird. Diesmal war es aber (seltener) trockener Staub. Und sehr viel davon. So viel Saharastaub sei das letzte Mal in Spanien 2018 vom Himmel gefallen, sagte Wetterexperte Jorge Olcina der Zeitung „Información“.

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