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Datenschutz

Schutz von Gesundheitsdaten: Kretschmann warnt vor Betrug

Datenschutz ist wichtig. Zu viel Datenschutz könnte Deutschland aber etwa als Standort für klinische Studien unattraktiv machen, befürchtet Kretschmann.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann lässt sich ein Exoskelett erklären.
Die richtige Balance zu finden sei eine „wacklige Geschichte“, so Kretschmann. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eindringlich vor deutschem Selbstbetrug beim Umgang mit Patientendaten in der Medizin gewarnt. „Wir sind die Weltmeister im Datenschutz in Deutschland“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag bei einem Besuch des weltgrößten Pharmakonzerns Roche im schweizerischen Basel. Das sei auch gut so, dürfe aber nicht dazu führen, dass klinische Studien ins Ausland verlegt würden.

„Wenn bei uns die Standards zu hoch sind, dann geht man nach Peru – das ist ja eine Art Datenkolonialismus. Das ist Selbstbetrug und eine Selbstlüge.“ Das müsse überwunden werden, sagte der Regierungschef.

„Wir müssen hinbekommen, dass wir die Daten nutzen und trotzdem keinen gläsernen Patienten haben.“ Aber auch das sei eine „wacklige Geschichte“: Normalerweise seien die Leute absolut für Datenschutz, wenn es um Gesundheit gehe – da gehe es um sensible Daten. Aber: „Hat einer Krebs, ist ihm das völlig wurscht. Er will nur noch gesund werden.“

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