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Verantwortlichen erwarten keine Folgen

Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen: Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht

Nachdem in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen zunächst scheinbar abgelaufene Impfungen mit Moderna verabreicht worden sind, können Betroffene nun erleichtert sein: Die Ablaufzeit sei falsch notiert worden.

Das Moderna-Vakzin sei selbst bei Kühlschranktemperaturen bis zu drei Monate einsetzbar. (Symbolbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild

Wegen eines falschen Etiketts sind in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen sind 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht worden.

Der Impfstoff wurde vorschriftsmäßig in Kühlboxen transportiert. Auf den Paketen war eine längere Ablaufzeit notiert, wie die drei zuständigen Landkreise am Freitag mitteilten. Daher sei der Impfstoff teilweise noch gespritzt worden. Das Datum habe sich später als falsch herausgestellt. Die Verantwortlichen erwarteten wegen des Fehlers zunächst keine Folgen für die Betroffenen.

Es gibt bisher keine Rückschlüsse, dass sich aus der längeren Aufbewahrungszeit Auswirkungen auf die Wirksamkeit ergeben hätten.
Martina Burchert-Graeve, Ärztliche Leiterin des Sindelfinger Kreisimpfzentrum

Einer neuen Studie des Herstellers zufolge sei der Impfstoff so stabil, dass er drei Monate lang bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden könne. In Europa gelte aber derzeit noch die Vorgabe der Europäische Arzneimittel-Agentur, nach der die Lagerung eine Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten soll.

Geimpfte haben die Möglichkeit, vier Wochen nach der Zweitimpfung einen Test zu machen

Die Impfdosen in Sindelfingen wurden den Angaben nach zwischen dem 8. August und 14. September, in Reutlingen und Esslingen ab dem 9. September verabreicht. Betroffenen können bei Bedarf vier Wochen nach der Zweitimpfung einen Test machen, wie wirksam die Impfung war. Hierzu sollen sie einen Brief erhalten. An ihrem Status als Geimpfter ändere sich nichts.

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