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Landesförderung soll mehr zahlen

Städtetag fordert mehr Landesmittel für Schulsozialarbeiter in Baden-Württemberg

Die Kommunen schätzen die Arbeit der Schulsozialarbeiter zunehmend. Aber die Landesförderung der Stellen lässt aus ihrer Sicht zu wünschen übrig.

Laut Norbert Brugger sollte Schulsozialarbeit im Schulgesetz verankert sein. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

Der Städtetag fordert mehr Unterstützung des Landes beim Ausbau der Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg. Diese habe sich „vom Stigma für Brennpunktschulen zum Qualitätsmerkmal entwickelt“, sagte Städtetagsexperte Norbert Brugger der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Fördermittel des Bundesprogramms „Aufholen nach Corona“ seien ein gute Basis für eine ambitioniertere Förderung durch das Land. Dieses zahle bei weitem nicht mehr das 2012 vereinbarte Drittel der Personalkosten.

Mindestens 22.000 Euro aus der Landeskasse seien nötig

Trotz Inflation und Personalkostenerhöhungen stagniere der Wert bei 16.700 Euro, monierte der Verbandsvertreter. Bei einer realistischen Drittelfinanzierung wären aber 22.000 Euro aus der Landeskasse erforderlich. „Mit etwa 100 Millionen Euro pro Jahr werden die Kommunen daher weiter den Löwenanteil der Schulsozialarbeit übernehmen müssen“, kritisierte Brugger.

Die Sozialarbeiter greifen bei persönlichen Problemen, bei Mobbing, Scheidungskonflikten oder Drogenkonsum ein. Für die Schüler sind sie wichtige Ansprechpartner, weil sie ihnen keine Noten geben. Die Fachkräfte entlasten damit die Lehrer. Rund 3000 Schulsozialarbeiter gibt es derzeit an den knapp 5000 Schulen zwischen Main und Bodensee. „Schulsozialarbeit muss endlich im Schulgesetz verankert, dadurch dauerhaft gesichert und angemessen vom Land finanziert werden“, forderte Brugger.

Überdies will der Bund bis 2022/23 mit seinem Programm neue Stellen schaffen und vorhandene aufstocken.

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