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Streit um Corona-Impfungen

Startschwierigkeiten beim Impfen sollen rasch behoben werden

Die Impfstrategie von Bund und Länder hat in den letzten Tagen für reichlich Kritik gesorgt. Ein großes Problem ist, dass zu wenige Impfdosen zur Verfügung stehen. Das soll sich bald ändern.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist weiterhin vom Erfolg der baden-württembergischen Impfstrategie überzeugt. (Archivbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat versprochen, die Startschwierigkeiten beim Impfen gegen das Coronavirus so schnell wie möglich zu beheben. Der Grünen-Politiker sieht aber vor allem den Bund in der Pflicht. „Natürlich ruckelt es am Anfang bei einem Projekt dieser Größenordnung auch mal“, sagte er am Freitag im Landtag in Stuttgart. „Klar ist: Der Bund muss bei Beschaffung, Produktion und Verteilung der Impfstoffe beschleunigen.“ Das habe die Bundesregierung den Ländern am Dienstag zugesagt.

Trotz der vergleichsweise geringen Impfquote im Südwesten erklärte Kretschmann: „Die Impfungen in unserem Land sind gut angelaufen. Die Hotline funktioniert. Die Anrufe werden sorgsam bearbeitet. Und die Impftermine werden zügig vergeben.“ Zunächst könnten sich nur diejenigen impfen lassen, die das höchste Risiko für einen schweren Verlauf hätten oder ein besonderes berufliches Risiko trügen.

Der Ministerpräsident warb dafür, dass Bürger sich über die schnelle Entwicklung des Impfstoffs freuen sollten, „statt immer nur das Haar in der Suppe zu suchen“. Es sei richtig gewesen, bei der Beschaffung der Impfstoffe nicht national, sondern europäisch vorzugehen. „Was wäre das denn für ein Signal gewesen, wenn wir nur an uns gedacht und den Schweden oder den Griechen oder den Polen oder den Spaniern den Impfstoff weggeschnappt hätten? Ganz nach dem Prinzip ‘Deutschland first’?“, so Kretschmann.

In den vergangenen Tagen war breite Kritik an der Strategie der Bundesregierung und auch der Länder für das Beschaffen, Verteilen und Spritzen der Impfdosen laut geworden. Oppositions- und Landespolitiker hatten Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeworfen, dass der Impfstart schlecht laufe und er dafür verantwortlich sei.

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