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Freiwillig unfruchtbar oder unfreiwillig fruchtbar?

Wenn Ärzte die Sterilisation verweigern: „Eine Frau hat in Deutschland Kinder zu kriegen”

Eine Sterilisation ist eine Operation wie jede andere, für die sich volljährige Menschen entscheiden können. Doch immer wieder weigern sich Ärzte, Frauen zu sterilisieren. Woran liegt das?
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Sandra Greßlin ist 29 Jahre alt und will niemals Kinder bekommen. Deswegen möchte sie sich sterilisieren lassen. Doch obwohl für sie und ihren Partner fest steht, dass sie kinderlos bleiben möchten, weigerten sich viele Gynäkologen, die Sterilisation durchzuführen. Ein Grund, der Greßlin immer wieder genannt wird: Die Ärzte glauben, sie sei zu jung, um das zu entscheiden.

„Ich war bei sehr vielen Gynäkologen. Die haben mich angeguckt, als wäre ich geisteskrank”, erklärt Sandra Greßlin. Dabei weiß die Freiburgerin schon lange, dass sie keine Kinder haben möchte. „Ich habe noch nie einen Kinderwunsch gehabt. Das ist nie ein Teil von mir gewesen”, sagt sie.

Auch ihr drei Jahre jüngerer Partner, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, möchte sein Leben ohne Kinder verbringen. Er hat seine Vasektomie schon hinter sich, ist also selbst auf eigenen Wunsch unfruchtbar. Er war erst 25 Jahre alt, als der Urologe seine Zustimmung gab. Der Eingriff selbst erfolgte ein paar Monate später, da war Greßlins Partner 26. Probleme, einen Urologen zu finden, der ihn operiert, hatte er nicht. Bereits der erste Arzt stimmte dem Vorhaben zu.

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