Stuttgart 21, Start für Homo-Ehe und Ende der Atomkraft in Baden – die 2010er wirken sich weiter aus
Das vergangene Jahrzehnt war in Baden-Württemberg eine Zeit voller schwierigen Herausforderungen, spektakulären Premieren, bewegten Umbrüchen und mutigen Weichenstellungen für eine ungewisse Zukunft, in der wir heute leben. Hier sind sechs der zahlreichen Wegmarken, die diese wichtige Dekade in der Landesgeschichte geprägt haben.
Das Land schenkt sich ein Publikumsmagnet: Im Mai 2014 wird der Nationalpark Schwarzwald offiziell eröffnet, der viele Menschen in die Natur lockt und eine wichtige Rolle beim Umweltschutz im Südwesten spielt.
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Hartes Durchgreifen: Die Polizei nutzt am 30. September 2010 einen Wasserwerfer, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, die in der Landeshauptstadt gegen das Infrastrukturprojekt Stuttgart 21 protestieren. Der aus dem Ruder gelaufene Einsatz beim sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ wird Politik und Gerichte später noch lange beschäftigen.
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Der Rechtsextremismus erhitzt die Gemüter: Vor dem Gebäuder der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die ab 2011 die Ermittlungen gegen den „Nationalsozialistischen Untergrund“ leitet, demonstrieren später die Bürger für eine konsequente Aufklärung von braunen Terrornetzwerken.
Foto: Uli Deck/dpa
Selfie mit dem Landeschef: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 kommen nimmt Baden-Württemberg Zehntausende Asylsuchende auf. Deren Integration wird zu einer großen Herausforderung - und sie gelingt in vielen Fällen sehr gut.
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Die Homo-Ehe wird zur Normalität: Seit 2017 haben gleichgeschlechtliche Paare - auf dem Bild ein verheiratetes Paar aus Ditzingen - das Recht auf Eheschließung. 2020 betrug die Anzahl solcher Ehen in Deutschland rund 163.000.
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Ende eines umstrittenen Wahrzeichens: An Silvester 2020 wird das Atomkraftwerk Philippsburg II abgeschaltet, wenige Monate später fallen nach einer gezielten Sprengung auch die riesigen Kühltürme der Anlage, die jahrzehntelang weithin sichtbar das Zeitalter der Kernenergie am Rhein repräsentiert haben.
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