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Vorwurf des versuchten Totschlags

Urteile gegen zwei Angreifer nach brutaler Attacke in Stuttgarter Krawallnacht erwartet

Nach einer besonders brutalen Attacke in der Stuttgarter Krawallnacht werden am Freitag die Urteile gegen zwei mutmaßliche Randalierer erwartet, denen versuchter Totschlag vorgeworfen wird.

Am Landgericht Stuttgart müssen sich zwei junge Männer wegen einer Attacke in der Krawallnacht verantworten. Foto: Marijan Murat/dpa/Archiv

Ein heute 17-Jähriger aus Geislingen/Steige soll in der aufgeheizten Juni-Nacht unter anderem einen am Boden liegenden und bereits bewusstlosen Studenten gegen den Kopf getreten haben.

130 Verdächtige aus der Stuttgarter Krawallnacht ermittelt

Auch sein 19 Jahre alter Begleiter aus Esslingen steht wegen des Angriffs vor Gericht. Die beiden Deutschen gehören zu den 130 Verdächtigen, die die Polizei bislang zur Krawallnacht ermittelt hat.

Nach einer Drogenkontrolle am späten 20. Juni 2020 hatten Dutzende vor allem junge Männer in der Stuttgarter Innenstadt randaliert. Polizisten wurden bedroht, beworfen, getreten und verletzt, Schaufenster zerstört und Geschäfte geplündert. Schaulustige feuerten die Menge dabei an.

Die Vorfälle hatten weit über Stuttgart hinaus für Schlagzeilen und hitzige Debatten gesorgt. Videoüberwachung, Alkohol- und Aufenthaltsbeschränkungen wurden diskutiert, erste Kameras an zentralen Plätzen geplant.

Das damals 24-jährige Opfer der beiden jungen Angeklagten hatte sich nach Darstellung der Staatsanwaltschaft gegen die Randalierer gestellt und sie aufgefordert, keine Flaschen mehr zu werfen. Das Opfer erlitt bei dem Angriff eine Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden.

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