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Zu fürstliche Bezahlung?

Prozess gegen VW-Manager kommt für Pforzheimer Ex-Porsche-Betriebsratschef Hück zur Unzeit

Haben die Firmen Porsche und VW ihre Betriebsrats-Chefs Uwe Hück und Bernd Osterloh allzu fürstlich entlohnt? Ermittlungen wegen Untreue und Steuerhinterziehung laufen seit Jahren. Jetzt steht die erste Gerichtsverhandlung an.

Verboten gut bezahlt? Die Vergütung der Ex-Betriebsratschefs Bernd Osterloh (VW) und Uwe Hück (Porsche) beschäftigen die Justiz. Das Archivbild zeigt die beiden 2009 als Spitzenduo des Betriebsrats der Porsche Automobil Holding SE. Foto: Frank Rumpenhorst, dpa

Es war wie bei David gegen Goliath. Der vergleichsweise kleine Sportwagenbauer Porsche wollte die Volkswagen AG übernehmen, Europas größten Industriekonzern. Was David mit einer Steinschleuder gelang, versuchte der kühne Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit Finanzkonstrukten. Dann kamen das Jahr 2008 und die Bankenkrise. Wiedekings Waffen zerfielen wie Sand, er musste abdanken. Goliath gewann.

Ein enger Vertrauter Wiedekings überstand die Übernahmeschlacht unbeschadet: Uwe Hück. Zusammen mit seinem VW-Pendant Bernd Osterloh spielte der Porsche-Betriebsratschef in der Folge eine wichtige Rolle bei der Integration der unterlegenen Schwaben in den Volkswagen-Konzern. Osterloh und Hück verband nicht nur ihr kantiger Auftritt, sondern auch eine Machtfülle, die man von Betriebsräten zuvor kaum kannte.

Weitere Gemeinsamkeiten von Hück und Osterloh zeigen Verfahren der Staatsanwaltschaften Stuttgart und Braunschweig. Beide Betriebsratschefs sind demnach verdächtig gut bezahlt worden. Es geht um Untreue und Steuerhinterziehung.

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