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VW-Dieselskandal

Verfahren gegen Winterkorn vorläufig eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihr Verfahren gegen Martin Winterkorn eingestellt. Der frühere VW- und Porsche-SE-Chef stand im Verdacht, den Markt während der Dieselaffäre manipuliert zu haben.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wartet nun auf das Urteil der Braunschweiger Verfahren. (Archivbild) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Eine Sprecherin der Behörde verkündete am Montag, dass die Anklage gegen Martin Winterkorn fallengelassen wird. Grund dafür sind die Verfahren, die gegen Winterkorn in Braunschweig laufen.

Nach der Strafprozessordnung kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung einer Tat absehen, wenn die dafür zu erwartende Strafe gegenüber den Strafen anderer Verfahren nicht ins Gewicht fällt. Dies war nach Auffassung der Behörde hier der Fall.

Winterkorn muss sich ab dem 25. Februar 2021 in Braunschweig wegen dem Vorwurf des Betrugs im Zusammenhang mit dem Dieselskandal bei Volkswagen verantworten. In einem zweiten Verfahren ist er dort zudem wegen mutmaßlicher Marktmanipulation angeklagt. Hierbei handelt es sich um den gleichen Vorwurf wie in Stuttgart.

Je nach Ausgang der Braunschweiger Verfahren könnte das Verfahren in Stuttgart aber auch wieder aufgenommen werden, hieß es. Konkret geht es um den Vorwurf, Anleger und den Finanzmarkt nach dem Bekanntwerden der Diesel-Manipulationen zu lange im Unklaren gelassen zu haben. Winterkorn weist das zurück.

Der 73-Jährige war neben seiner Tätigkeit als VW-Chef auch Vorstandsvorsitzender der Porsche SE (PSE). Das Unternehmen ist Hauptaktionär von Volkswagen.

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