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Unnötige Strafen hinter Gittern

Wegen Schwarzfahrens in die Haft? Muss nicht sein

Viele Gefängnisinsassen in Baden-Württemberg wurden ursprünglich nicht zu Haftstrafen verurteilt: Solche Menschen landen hinter Gittern, weil sie Geldstrafen für minder schwere Delikte nicht zahlen können oder wollen. Ein Hilfsprojekt ist oft die letzte Rettung für Betroffene in schwierigen Lebenslagen.

Hinter Gittern: Manche Menschen landen im Gefängnis, obwohl sie nur eine Geldstrafe hätten zahlen sollen. Ein Projekt in Baden-Württemberg soll solche Ersatzfreiheitsstrafen vermeiden helfen. Foto: Marijan Murat picture alliance/dpa

Eine Fügung des Schicksals: Für manche Menschen ist das ein Anruf von Katja Adam. Wer die Karlsruher Sozialarbeiterin am anderen Ende der Leitung hört, erhält oft eine zweite Chance. Die Familie in einer Krise zusammenzuhalten, einen drohenden Rauswurf aus der Wohnung abzuwenden, den Job antreten zu können, den man so dringend braucht. All dies ist in vielen Fällen nur möglich, wenn dem Betroffenen ein kurzzeitiger Aufenthalt im Gefängnis erspart bleibt. Genau dies versucht Adam als Co-Leiterin eines neuen landesweiten Projekts zu erreichen.

Jeden Monat Hunderte vermeidbare Zwangsaufenthalte hinter Gittern

Etwa acht Prozent der Inhaftierten in Baden-Württemberg - vor der Pandemie waren es im Schnitt monatlich 560 Personen - sollten eigentlich gar nicht hinter Gittern landen, weil sie nur zu Ersatzfreiheitsstrafen (EFS) verurteilt wurden. Solche Menschen verlieren ihre Freiheit, weil sie überfordert waren, sich leichtsinnig verhalten haben oder weil ihnen keiner geholfen hat.

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