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Impfstrategie gegen Corona

Wirtschaftsverbände fordern Verbesserungen bei Impfstrategie

Um die Wirtschaft nicht noch länger zu beeinträchtigen, fordert ein Vorstandsmitglied des Landesverbands der Industrie bessere Konzepte. Der Arbeitgeberverband schließt sich der Meinung an.

Wirtschaftsverbände kritisieren die Regierung bezüglich der Impfstrategie (Symbolbild). Foto: Sven Hoppe/dpa

Wirtschaftsverbänden geht das Impfen gegen die Corona-Pandemie zu langsam - sie fordern deshalb eine Strategie für mehr Tempo. „Unnötig lange Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft, nur weil das Impfkonzept der Bundesregierung und der Länder zu scheitern droht, wären nicht hinnehmbar“, sagte das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Landesverbands der Industrie, Wolfgang Wolf, am Montag. „Wir starten in ein weiteres Jahr völliger Ungewissheit“, sagte er. Eltern wüssten nicht, ob ihre Kinder in den kommenden Wochen durchgängig betreut würden, Ladenbesitzer nicht, wann sie wieder öffnen dürften, Betriebe nicht, wie lange ihre Produkte noch Abnehmer fänden.

Der Arbeitgeberverband verwies auf andere Länder, in denen das Impfen trotz vergleichbarer Standards deutlich schneller gehe, allen voran Israel. Es sei unangemessen, Kritik am hiesigen Beschaffungskonzept als „Impfnationalismus“ abzutun, und fahrlässig, ausgerechnet bei diesem Thema zu sparen. Gegebenenfalls müssten auch Notfallzulassungen anderer Impfstoffe geprüft werden. „An jedem weiteren Tag, an dem dieser Zustand anhält, spitzt sich die zum Teil jetzt schon dramatische Situation in den Unternehmen weiter zu“, sagte Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick. „Wir brauchen daher dringend eine verlässliche Perspektive, zu der auch eine deutliche Beschleunigung bei den Impfungen gehört.“

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