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Gewerkschaft

Zugausfälle in Baden-Württemberg: Lokführer des Bahnunternehmens SWEG streiken

Bahnkunden müssen sich wegen des Streiks zwischen der Lokführergesellschaft (GDL) und der Südwestdeutsches Landesverkehrs GmbH (SWEG) auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen.

Eine Anzeige weist auf einen Zugausfall hin.
Kunden können die befahrenen Netze in den nächsten Wochen nicht verlässlich nutzen. (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Wegen des Tarifstreits zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Südwestdeutsches Landesverkehrs GmbH (SWEG) müssen sich Bahnkunden erneut und auf unbestimmte Zeit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft kündigte am Freitag kurzfristig einen weiteren Streik an, ohne sich auf ein Datum und eine Uhrzeit festzulegen. Nach Angaben der bestreikten Unternehmen, der SWEG und deren Tochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) waren die Auswirkungen recht unterschiedlich.

Auf vielen Zugstrecken der SWEG gebe es keine streikbedingten Zugausfälle, sagte der Unternehmenssprecher. „Insgesamt erweist sich der hohe Krankenstand als größere Herausforderung als die Streikbeteiligung.“ Anders sieht die Situation auf den Zugstrecken der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) aus, wo alle Linien stark vom Streik betroffen seien.

„Wir möchten an dieser Stelle klar und deutlich aufzeigen, dass die von diesen beiden Eisenbahngesellschaften befahrenen Netze von Reisenden in den nächsten Wochen nicht mehr kalkulierbar und verlässlich genutzt werden können“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky laut Mitteilung. Die SWEG warnte, Züge könnten auch im Fahrtverlauf stehen bleiben und ausfallen.

Lokführer fordern Tarifvertrag für SWEG-Konzern

In dem Konflikt geht es darum, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte.

Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg – heute SBS – auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

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