Die Bauarbeiter dachten, sie würden einen Hund retten. Dieser entpuppte sich dann jedoch als Wolf. | Foto: @EstonianWorld/Twitter

Wolf im Hundepelz

Bauarbeiter retten Wolf aus eisigem Fluss und halten ihn für einen Hund

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In Estland haben zwei Bauarbeiter am vergangenen Donnerstag ein Tier, das sie für einen Hund hielten, aus einem eisigen Fluss gerettet. Wenig später stellten Tierärzte  jedoch fest: Bei dem geretteten Tier handelt es sich in Wirklichkeit um einen Wolf.

Der vermeintliche Hund hatte sich auf einer Eisscholle am Sindi Damm befunden, berichteten die beiden Bauarbeiter der estnischen Zeitung „Postimees“. Um das frierende und panisch wirkende Tier zu retten, seien die Männer ins Wasser gestiegen und hätten ihm einen Weg durchs Eis gebahnt. Danach hätten sie den „Hund“ in ein Handtuch eingewickelt und zu ihrem Auto getragen, um ihn in eine Tierklinik zu bringen. Dabei sei den Männern bereits aufgefallen, dass das Tier „ziemlich schwer“ gewesen sei.

Experte bestätigt: Der vermeintliche Hund ist ein Wolf

In der Tierklinik stellten die Experten recht schnell fest, dass es sich bei dem außergewöhnlich großen und schweren „Hund“ in Wahrheit um einen etwa ein Jahr alten Wolfsrüden handelte. Nach dieser Entdeckung wurde dem Tier zunächst ein Maulkorb angelegt.


Happy End für alle Beteiligten

Bereits am nächsten Tag war der junge Wolf wieder fit genug, um in die Natur entlassen zu werden. Vorher wurde das Tier mit einem Sender-Halsband versehen. Ein glückliches Ende für alle Beteiligten, denn die Geschichte hätte auch anders ausgehen können. Wie der Tierarzt, der den jungen Wolf behandelte, berichtete, habe sich der Wolf nur aufgrund seines jungen Alters so widerstandslos mitnehmen lassen. Bei einem ausgewachsenen Tier wäre dies möglicherweise nicht der Fall gewesen.