Scheidungsfall Becker
Boris Becker vor der Anhörung in London. | Foto: Kirsty O'connor

Vor dem Familiengericht

Boris und Lilly Becker wollen beide die Scheidung

Anzeige

London (dpa) – Tennis-Legende Boris Becker (51) und seine Frau Lilly (42) sind der Scheidung einen Schritt näher gekommen. Zuvor soll es Unklarheiten bei den Scheidungsanträgen gegeben haben – dieser Punkt sei nun geregelt, hieß es am Montag im Londoner Familiengericht.

«Beide Seiten haben sich einvernehmlich darauf verständigt, sich scheiden zu lassen», erläuterte Beckers Berliner Anwalt Christian-Oliver Moser der Deutschen Presse-Agentur.

Das Paar würdigte sich im Gericht keines Blickes. Boris Becker wirkte gelassen, Lilly Becker eher angespannt. In der Anhörung ging es vor allem auch um finanzielle Fragen.

Die Richterin untersagte den Medien ausdrücklich, über weitere Details zu berichten. Auch wurde verboten, den Namen des gemeinsamen achtjährigen Kindes im Zusammenhang mit dem Verfahren zu nennen. Nach der Anhörung verschwand Boris Becker durch einen Hinterausgang, seine Noch-Ehefrau verließ das Gericht durch den Haupteingang.

Boris und Lilly Becker hatten im vergangenen Mai verkündet, sich «einvernehmlich und freundschaftlich» getrennt zu haben. In den vergangenen Monaten wurden jedoch viele Probleme öffentlich ausgetragen. Model Lilly Becker, die aus den Niederlanden stammt, hält ein Liebes-Comeback inzwischen für ausgeschlossen.

Der dreifache Wimbledon-Sieger trug am Montag einen dunkelblauen Anzug, eine rote Krawatte und eine Sonnenbrille. Sie erschien im klassischen Outfit: dunkelblauer Hosenanzug und weiße Bluse.

Boris Becker ist vierfacher Vater. Mit seiner Ex-Frau Barbara hat er die Söhne Noah (24) und Elias (19). Aus der sogenannten Besenkammer-Affäre mit Angela Ermakova in Großbritannien stammt seine inzwischen 18-jährige Tochter Anna.

Neben seiner Scheidung hat Boris Becker auch noch Geldsorgen. Er steckt mitten in einem Insolvenzverfahren in London.

Lilly Becker bei ihrer Ankunft am Central Family Court in London. | Foto: Kirsty O'connor