Rettungskräfte im Einsatz
Rettungskräfte sind nach dem schweren Busunglück auf Madeira im Einsatz. | Foto: Rui Silva/Aspress/Global Imagens/AP

Offensichtliche Mängel prüfen

Busverband: Touristen sollen Fahrzeuge vor dem Einsteigen genau anschauen

Anzeige

Touristen sollten nach Einschätzung des Internationalen Bustouristikverbands RDA vor dem Einsteigen in Reisebusse deren Zustand prüfen.

Mit einem Blick ließen sich offensichtliche Mängel wie abgerissene Spiegel oder gesprungene Frontscheiben erfassen, sagte der RDA-Sicherheitsbeauftragte Johannes Hübner am Donnerstag.

Reifenprofil und Hauptuntersuchung

Er empfehle auch einen Gang um den Bus herum, um nach dem Reifenprofil zu sehen, sagte Hübner. Am Heck des Busses müssten zudem Aufkleber die bestandene Hauptuntersuchung und eine halbjährliche Sonderprüfung nachweisen.

Das Unternehmen SAM, zu dem der auf Madeira verunglückte Bus gehöre, sei auf der portugiesischen Urlaubsinsel führend und gut beleumdet, sagte Hübner. «Madeira ist eine Insel mit viel Kreuzfahrtverkehr, deswegen haben die Busunternehmen viel investiert in den letzten Jahren.»

ADAC: Generell sicheres Verkehrsmittel

Auch der ADAC rät Touristen, bei auffällig mangelhaftem Zustand von Bussen auf ihren Instinkt zu hören und nicht einzusteigen oder bei der nächsten Gelegenheit wieder auszusteigen. Dies gelte auch, wenn der Fahrer einen unkonzentrierten Eindruck mache, sagte ADAC-Sprecher Johannes Boos. Der ADAC sieht in Reisebussen aber generell ein sicheres Verkehrsmittel, das Unfallrisiko sei deutlich geringer als mit dem eigenen Auto.

Der Bus war am Mittwochabend auf dem Weg zu einem Abendessen in Funchal von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. 29 Menschen starben nach bisherigen Erkenntnissen.

dpa