Marburg
Nach der Schießerei in einer Arztpraxis in Marburg stehen Polizisten und Rettungskräfte vor dem Gebäude. | Foto: Boris Roessler

Kein Amoklauf

Ermittlungen zu Bluttat in Arztpraxis laufen weiter

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Marburg (dpa) – Nach den tödlichen Schüssen in einer Marburger Arztpraxis gehen die Ermittlungen am (heutigen) Freitag weiter. Die Polizei erhofft sich unter anderem von der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche Hinweise auf den genauen Ablauf der Bluttat.

Nach den bisher vorliegenden Informationen erschoss ein 53 Jahre alter Arzt am Mittwoch zur Mittagszeit einen 67 Jahre alten Mediziner. Dann nahm er sich das Leben. Andere Menschen waren der Staatsanwaltschaft nicht beteiligt, niemand sonst wurde verletzt.

Ein geschäftlicher Hintergrund für die Tat kann laut Ermittlern nicht ausgeschlossen werden. Beide Ärzte hatten in der Praxis gearbeitet. Die Ermittlungen zum Motiv laufen aber noch. Eine politische Tat oder einen Amoklauf hatte die Staatsanwaltschaft rasch ausgeschlossen. Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchten außerdem den Tatort und könnten weitere Hinweise für die Ermittlungen liefern.

Zeugen hatten die Schüsse in der Radiologiepraxis nahe dem Hauptbahnhof gehört und die Polizei alarmiert. Die Beamten sperrten daraufhin den Bahnhofsvorplatz weiträumig ab.