Vormarsch der Afrikanischen Schweinepest
Blutwurst wird traditionell aus Schweineblut hergestellt. | Foto: Daniel Bockwoldt

In Berlin

Es geht um die Wurst: Schweinefleisch bei der Islamkonferenz

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War das Absicht oder ein blöder Fehler? Bei der Islamkonferenz in Berlin ist Blutwurst serviert worden – aus Schweinefleisch, das Muslime aus religiösen Gründen nicht essen.

Blutwurst: Manche essen sie gerne, manche finden sie abstoßend. Gläubige Muslime jedenfalls essen keine Blutwurst, denn sie wird aus Schweineblut hergestellt – und sowohl Tierblut an sich wie auch Schweine gelten im Islam wie im Judentum auch als unrein.

Das Bundesinnenministerium lässt sich davon anscheinend nicht beirren: Bei der Islamkonferenz in Berlin lag eben jenes Tierprodukt auf dem Buffettisch. Und jetzt geht es eben um die Wurst. Mehrere Medien berichteten über den Vorfall in Berlin.

 

„ Ich bin gar nicht religiös und esse Schweinefleisch. Nur, wenn man eine „Islam“-Konferenz veranstaltet, kann man ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigen. Was sich Seehofer und Co erlauben, ist einfach pietätlos. “, ärgerte sich der Journalist Tuncay Özdamar auf Twitter. Nicht jeder Nutzer hatte Verständnis für seine Wut:


Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums antwortete auf eine Anfrage des Magazins Vice: Die Speisenauswahl sei „mit Blick auf die religiös-plurale Zusammensetzung“ der Islamkonferenz erfolgt. „Sollten sich einzelne Personen durch die Auswahl in ihren religiösen Gefühlen gekränkt gesehen haben, bedauern wir das.“