Google Zukunftswerkstatt
VR-Brillen von Google liegen vor einer Pressekonferenz zur Google Zukunftswerkstatt Hamburg auf einem Tisch. | Foto: Christian Charisius

Globales Dach

Google startet globale News-Initiative

Anzeige

Mountain View (dpa) – Google wird seine Initiativen zur Unterstützung von Verlagen, Medien und Journalismus unter einem neuen globalen Dach zusammenfassen.

Der Internet-Riese kündigte die Gründung der «Google News Initiative» (GNI) an. Das Projekt werde in den kommenden drei Jahren mit 300 Millionen Dollar (rund 270 Millionen Euro) ausgestattet.

Die GNI basiert zu wesentlichen Teilen auf der Arbeit der «Digitalen News Initiative» (DNI) in Europa, die Google vor knapp drei Jahren mit europäischen Verlags- und Journalismuspartnern ins Leben gerufen hat. Mit Hilfe der DNI hatte Google versucht, das Verhältnis zu Verlagen in Europa zu entspannen. Über die DNI werden zum einen Entwicklungsprojekte in Verlagen finanziell gefördert – zuletzt mit rund 22 Millionen Euro pro Jahr.

Außerdem wurden innerhalb der DNI Google-Projekte wie «Accelerated Mobile Pages» (AMP) vorangetrieben, die für eine schnellere Anzeige von Web-Inhalten auf Smartphones sorgen. Schließlich entwickelte Google im Rahmen der DNI auch Werkzeuge, mit denen Blogger und Online-Portale Cyberangriffe abwehren können.

Der deutsche Google-Manager Philipp Schindler verwies in einem Blogpost auf drei neue Elemente der GNI. So wolle das Unternehmen Maßnahmen zur Bekämpfung von irreführenden oder manipulativen Inhalten auf den Google-Plattformen ergreifen und dazu auch mit Nachrichtenorganisationen im Rahmen eines «Disinfo Labs» zusammenarbeiten.

Weiterhin werde der Konzern das Programm «Subscribe with Google» mit 17 Verlagspartnern aus zehn Ländern starten. Dabei soll ein neues nutzerfreundliches Modell für Bezahlinhalte und digitale Abonnements entwickelt werden. Außerdem wolle Google die Kooperation mit Redaktionen ausbauen, etwa bei neuen journalistischen Erzählformen («Storytelling») und beim Schutz vor Cyberangriffen.

Google will auch die Kooperation mit Redaktionen ausbauen. | Foto: Andrej Sokolow/Illustration