Xavier Naidoo
Interview mit Xavier Naidoo zu seiner Jury-Tätigkeit bei DSDS. | Foto: Peter Kneffel

DSDS-Staffel-Start

Interview mit DSDS-Juror Xavier Naidoo

Anzeige

Wenn am Samstagabend „Deutschland sucht den Superstar“ in die neue Staffel startet, sitzt auch Xavier Naidoo in der Jury, der im Interview über seinen neuen Job spricht und verrät was DSDS so besonders macht und was er den jungen Kandidaten rät.

Naidoo hat in der Musikbranche Erfahrungen als Songwriter, Producer, Musik-Dozent und TV-Entertainer gesammelt. Der Mannheimer ist neben Pietro Lombardi aus Karlsruhe, der zweite Badener in der Jury.

Dieter Bohlen wollte Sie schon früher zu DSDS holen. Was hat Sie bewegt, dieses Jahr in der Jury von DSDS zu sitzen?

Es ist eigentlich so, dass ich schon einige Jahre gerne mit Dieter zusammen gearbeitet hätte, weil wir uns bei einer anderen Produktion kennengelernt haben. Zudem haben RTL und Dieter mir gesagt, dass dieses Jahr der Fokus noch einmal mehr auf das musikalische gelegt wird und dann konnte ich der Versuchung nicht widerstehen bei DSDS Mäuschen zu spielen.

Was haben die Fans dazu gesagt?

Die haben das größtenteils positiv aufgenommen, aber es gab natürlich auch einige, die sich an die Anfänge von DSDS erinnert haben. Aber ich bin tatsächlich immer auf Talentsuche, immer interessiert an neuen Sängern. Ich glaube alle die da jetzt hinkommen wissen was ihnen blühen kann, wenn sie ihre Sache nicht gut machen. Jeder weiß, wie der Dieter ist und ich glaube ich bin dazu das perfekte Gegengewicht.

Es ist ja nicht der erste Jurorenjob. Was gefällt an der Arbeit besonders?

Es ist toll jetzt einen Platz und ein Termin zu haben, an dem Menschen mir etwas vorsingen können. Über die Jahre hat sich einiges aufgestaut. Ich habe normalerweise nach Konzerten oder auch einfach so nicht immer die Zeit Menschen zuzuhören, wenn sie mir etwas vorsingen oder mit mir zusammen singen möchten. Jetzt habe ich die Möglichkeit bei DSDS mit gebührender Aufmerksamkeit mich ihrem Gesang zu widmen.

Wie hat Ihnen die Arbeit in der DSDS-Jury bisher gefallen?

Wir haben ein super gutes Verhältnis in der Jury. Wir sind wie eine Clique jetzt, die durch die Lande reist und rohes Talent findet und Spaß daran hat, Menschen zu fördern, die uns tatsächlich umhauen. Auch bei denen, die uns nicht ganz umhauen, ist es aufregend. Wenn wir zusammen entscheiden, wir wollen jemandem eine Chance geben und der uns beim nächsten Mal überrascht, ist das ein tolles Gefühl.

Sie waren bisher bei „The Voice“ und „Sing meinen Song“. Was macht DSDS so besonders?

Dadurch, dass hier teilweise Talente antreten, die Sätze sagen wie: „Ich habe noch nie ein Mikro in der Hand gehabt.“ ist es natürlich sehr reizvoll. Diese Menschen, bei denen „rohes Talent“, von dem wir immer sprechen, vorhanden ist, ab dem Zeitpunkt zu begleiten, diese Entwicklung zu erleben und auch den Input, den man gibt, teilweise einen Tag später bereits umgewandelt zu sehen, ist schon sehr besonders.

Wie würdest Sie sich als Juror beschreiben, im Vergleich zu den anderen? Wie streng ist Xavier Naidoo?

Ich achte halt sehr stark auf die Stimme. Erst im zweiten oder dritten geht es mir um irgendwelche Gesamtpakete. Im Vergleich zu den anderen bin ich nicht der strengste Juror, wenn man mal den Dieter ins Auge fasst. Wir haben einfach andere Dinge, auf die wir achten und das macht ja auch gerade den Reiz aus.

Auf was achten Sie, neben der Stimme, besonders bei den Kandidaten?

Ich achte schon auch darauf, ob jemand überhaupt dafür gemacht ist, so eine Show zu gewinnen. Da muss man nämlich aus einem besonderen Holz geschnitzt sein und ich würde mir schon wünschen, dass jemand, der das jetzt gewinnt auch noch viele Jahre nach der letzten DSDS-Show erfolgreich ist und tatsächlich uns alle musikalisch bereichert.

Wie soll der Superstar 2019 sein?

Einen Künstler, der die Plattform „DSDS“ nutzt, um große Musik zu machen. Einfach einen großen Künstler, der uns alle bereichert. Er soll eine Eigenständigkeit haben, einen starken Charakter und diese Ausstrahlung, die man braucht, um ein Publikum zu begeistern.

Was für Ratschläge kannst du den Kandidaten für den weiteren Weg mitgeben?

Das liegt immer ganz an dem Kandidaten und an welcher Stelle er in seinem Werdegang gerade ist. Also wenn ich ehrlich bin, ist das, was ich immer mitgebe: üben, üben, üben. Wichtig ist auch, sich immer wieder zu hinterfragen und die Stimme kritisch zu hören. Nicht sehr viel darauf geben, was andere sagen. Man muss sich selbst gegenüber am kritischsten sein.

Wie schwierig ist es für einen Sänger oder Musiker in der neuen digitalen Welt Erfolg zu haben?

Manche würden sagen, es wird immer schwieriger. Vor 10 Jahren waren die Konzerte quasi Promo für die Platte und heute ist es genau umgekehrt. Andere würden sagen, dass es jetzt YouTube und andere Plattformen gibt, auf denen man seinen Gesang und sein ganzes Können hochladen und sich gleichzeitig schon ein Publikum erspielen kann. Da würden dann andere sagen, sowas gab es früher auch nicht. Das ist fast ausgeglichen. Ich finde, man muss einfach fit sein.

(RTL / BNN)