Kim Kardashian
Kim Kardashian im Weißen Haus: Offenbar hat sie den US-Präsidenten milde gestimmt. | Foto:  Susan Walsh/AP

Trump-Kim-Summit

Nach Kardashian-Besuch: Trump lässt Gefängnisinsassin frei

Washington (dpa) – US-Präsident Donald Trump hat die lebenslange Haftstrafe einer 63 Jahre alten Gefängnisinsassin verkürzt, nachdem sich Reality-Star Kim Kardashian bei ihm dafür eingesetzt hatte.

Trump gab der Haftverkürzung Alice Marie Johnsons am Mittwoch statt, wie das Weiße Haus mitteilte. Anschließend wurde sie freigelassen. Das Treffen des Präsidenten mit dem TV-Promi hatte in der Boulevardpresse den Spitznamen «Trump-Kim-Summit» bekommen, in Anspielung auf das bevorstehende Gipfeltreffen des Republikaners mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Johnson verbüßte seit 1996 eine Gefängnisstrafe im Zusammenhang mit Drogendelikten. Sie war unter anderem für schuldig befunden worden, als Telefonvermittlerin in Drogengeschäften tätig gewesen zu sein und deshalb zu lebenlanger Haft verurteilt worden. In einer Mitteilung des Weißen Hauses hieß es, Johnson habe die Verantwortung für ihr Fehlverhalten übernommen und sei in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine «Mustergefangene» gewesen.

Kim Kardashian (37) hatte sich in der vergangenen Woche im Weißen Haus mit dem US-Präsidenten getroffen und sich für Johnson eingesetzt. Über Trumps Entscheidung zeigte sie sich am Mittwoch hocherfreut. «BESTE NACHRICHT ALLER ZEITEN», schrieb sie auf Twitter und bedankte sich beim Präsidenten.

Kardashian hatte von Johnsons Fall aus Sozialen Medien erfahren und begonnen, sich für die Frau zu engagieren. Ihrem Besuch bei Trump sollen monatelange Verhandlungen mit dessen Schwiegersohn Jared Kushner vorausgegangen sein, der eine Reform des Strafvollzugs organisieren soll. Die Haftverkürzung entspricht nicht unbedingt der Linie Trumps, hatte die US-Regierung unter seiner Ägide doch den Umgang mit Drogendelikten eigentlich noch verschärft.

«Ich bin einfach so dankbar, ich habe das Gefühl, mein Leben fängt neu an», wurde Johnson von lokalen Medien im US-Bundesstaat Alabama nach ihrer Freilassung zitiert. Freunde und Familienangehörige nahmen sie in Empfang.